Inside Man

28.5., 22.15-00.15, ZDF

Diskussion

Mit Dokumentarfilmen, experimentell anmutenden Außenseiter-Produktionen, Netflix-Specials und ab und an auch Spielfilmen ist der US-Regisseur Spike Lee auch mit 60 Jahren noch immer sehr umtriebig. Gerade wurde sein jüngster Film „BlacKkKlansman“ bei der Premiere in Cannes gefeiert, als ebenso unterhaltsames wie mit Blick auf den wiederaufgeflammten Rassismus in den USA aktuelles Werk.

Anders als dieser Lee-charakteristische Film nimmt sich „Inside Man“ (2006) im Oeuvre des oft politisch Partei ergreifenden Regisseurs eher ungewöhnlich aus: Ein klassischer Thriller, in dem die New Yorker Polizei mit dem raffinierten Überfall auf eine Privatbank konfrontiert, bei der sich die Mitglieder der professionell organisierten Bande unter ihre Geiseln mischen. Nur langsam erahnt der Leiter der Einsatztruppe (Denzel Washington), dass es den Tätern weder um Gewalt noch um das viele Geld in den Tresoren, sondern um ein dunkles Geheimnis des Bankchefs (Christopher Plummer) geht. Lee zeigt sich dank eines Star-Ensemble (u.a. auch Clive Owen, Jodie Foster) und ist „Inside Man“ und dem virtuosen Spiel mit den Erzählzeiten als herausragender Genre-Regisseur. – Ab 14.

Foto: ZDF/David C. Lee

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