Schwermut und Leichtigkeit – Eine Sonderschau für Helmut Dietl

Eine Sonderschau der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin (29.6.-30.9.) erinnert an Schaffen des Münchner Film- und Fernsehregissseurs

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Der Münchener Film- und Fernsehregisseur Helmut Dietl war „nie ein Cineast, ein Filmkünstler im engen Wortsinne. Irgendwie war Dietl dafür allen Trends stets weit voraus, quasi ein Pionier populärer Erzählformen, die er erfand und durchspielte, bevor sie Mode wurden“, schrieb Horst Peter Koll in seinem Nachruf auf den 2015 verstorbenen Filmemacher. Im Jahr vor seinem Tod hatte er noch einen Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film erhalten. Die von der Deutschen Filmakademie im Rahmen des Deutschen Filmpreises verliehene Ehrung konnte der bereits von seiner Krankheit gezeichnete Regisseur und Drehbuchautor noch persönlich entgegennehmen. Eine schöne Würdigung von Dietls Verdiensten für die deutsche Film- und TV-Landschaft, die er mit seinen Fernsehserien „Münchner Geschichten“ (1974), „Monaco Franze“ (1983) und „Kir Royal“ (1986) und seinen Kinofilmen „Schtonk!“ (1992), „Rossini“ (1997), „Late Show“ (1999), „Vom Suchen und Finden der Liebe“ (2005) und „Zettl“ (2012) prägte.

Eine Sonderschau der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin (29.6.-30.9.) erinnert nun an Dietls Schaffen und bietet Einblicke in Dietls umfangreichen Nachlass: Exponate, die die Arbeitsweise des Regisseurs illustrieren, und eine Medienkompilation rund um Motive und Topoi aus seinem Werk, werden ergänzt durch Filme und Interviews, die in der Mediathek Fernsehen in voller Länge zur Verfügung gestellt werden. Eröffnet wird die Schau am 28. Juni mit einem Gesprächsabend, zu dem Tamara Dietl, Michaela May und Jasmin Tabatabai geladen sind.

„Schwermut und Leichtigkeit – Eine Sonderschau für Helmut Dietl“- 29. Juni bis 30. September 2018 im Museum für Film und Fernsehen

Foto: ©Karin Rocholl

Weitere Infos: www.deutsche-kinemathek.de

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