„Documentaries Around the World“ entführen u.a. in den Petersdom

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Seit dem 12. November präsentiert die VoD-Verleih-Initiative „Walk This Way“, die europäische Filme einem breiten Publikum zugänglich machen will, eine Reihe mit ausgewählten Dokumentarfilmen. Unter dem Titel „Documentaries Around the World“ versammelt die Auswahl Filme europäischer Filmemacher, die rund um den Globus Orten, Menschen und Themen nachspüren. Den Auftakt macht u.a. der Film „St. Petersdom und die Papstbasiliken Roms“ von Luca Viotto: eine kunstgeschichtliche Erkundung des Petersdoms, der Lateranbasilika und der Kirchen Groß Sankt Marien und St. Paul vor den Mauern – auf den Spuren des französischen Romanciers Stendhal (1783-1842), dessen „Promenades dans Rome“ sozusagen den Leitfaden für den Film abgeben.

Dabei versucht der Film einerseits, die sakralen Räume in ihrer Gänze wirken zu lassen, um dann aber auch immer wieder einzelne Räume und Ausstattungsdetails und ihre Geschichte in den Fokus zu rücken. Was ihm bildgewaltig gelingt, auch wenn der Film in 3D konzipiert wurde und entsprechend einbüßt, wenn man ihn mittels VoD auf einem Bildschirm in 2D ansieht. Neben den Texten Stendhals fließen dabei auch viele Informationen durch Experten in den Film mit ein – von dem Direktor der Vatikanischen Museen, Antonio Paolucci, dessen Kollegen Micol Forti von der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Vatikanischen Museen, dem Architekten Paolo Portoghesi und dem Kunsthistoriker Claudio Strinati; die Entwicklungen der vier Kirchen und der Historie, die sich in ihnen spiegelt, werden durch sie anschaulich beleuchtet. Insgesamt gelingt es dem Film damit, die Architektur „zum Sprechen“ zu bringen und aufzuzeigen, welcher geschichtliche und weltanschauliche Kosmos sich in ihr eingeschrieben und durch die Jahrhunderte gerettet hat.



Neben „St. Petersdom und die Papstbasiliken Roms“ sind ebenfalls bereits die Filme „Fukushima: A Nuclear Story“, „Bobbi Jene“ und „Ferrari312B“ zugänglich. Die „Fukushima“-Dokumentation von Matteo Gagliardi entstand zwischen 2011 und 2015 und beleuchtet die Verheerungen, die durch einen Reaktorunfall im dortigen Kernkraftwerk und einen Tsunami angerichtet wurden; „Bobbi Jene“ von Elvira Lind porträtiert die Tänzerin Bobbi Jene Smith, die mit der Tel Aviver Batsheva Dance Company bekannt wurde und dann eine Solokarriere in den USA startete, und „Ferrari321B“ von Andrea Marini kreist um den gleichnamigen Rennwagen-Klassiker.

Die Filme sind, wie auch das übrige Angebot von „Walk This Way“, als Original mit deutschen Untertiteln über iTunes, Google Play, Sony, Microsoftund Amazon Instant Video abrufbar.

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