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Boyz' N the Hood - Jungs im Viertel (3sat)

Montag, 06.09.2021

19.9., 23.10-00.55, 3sat

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Der jüngste Regisseur, der jemals in seiner Berufsklasse für den „Oscar“ nominiert wurde, ist keiner der einschlägigen „jungen Wilden“ vom Schlage George Lucas (29 bei der ersten Nominierung), Steven Spielberg (31) oder Quentin Tarantino (31) noch war es „Wunderkind“ Orson Welles (26) mit Citizen Kane. Stattdessen wird dieser Rekord seit 1992 vom damals erst 24-jährigen John Singleton gehalten, der zugleich für „Boyz n the Hood“ als erster afroamerikanischer Regisseur in die Kategorie der fünf Jahrgangsbesten vorstieß. Im Zuge der Anfang der 1990er-Jahre (wieder einmal) sehr deutlich wahrnehmbaren rassistischen Gewaltausbrüche der weißen Mehrheit gegen die schwarze Bevölkerung war Singletons Film über den schwarzen Teenager Tre Styles (Cuba Gooding jr.), der im schwarzen Ghetto des südlichen Zentrums von Los Angeles zwischen täglicher Gewalt, Rauschgift und Polizeiaktivitäten aufwächst, ganz auf der Höhe der Zeit.

Singleton schildert allerdings nicht nur unschöne Zustände, sondern zeigt auch einen Weg aus der Misere auf: Tre wird durch die Erziehung seines klugen, freundschaftlichen Vaters Furious (Laurence Fishburne) auf eine Abwendung von dem Teufelskreis der Gewalttätigkeit vorbereitet. Ein mit Blickrichtung auf die Betroffenen gemachter Erstlingsfilm, der sich nicht scheut, eine Botschaft zu vermitteln. – Sehenswert.

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