Ostermontag mit Cary Grant (3sat)

Donnerstag, 11.04.2019

22.4., ab 15.55, 3sat

Diskussion

Der charmante Hollywood-Beau Cary Grant wird am Ostermontag von 3sat mit vier höchst unterschiedlichen Werken geehrt. Zuerst ist er in zwei Komödien von Howard Hawks zu sehen: „Sein Mädchen für besondere Fälle“ (15.55-17.25) setzte 1940 neue Maßstäbe in Sachen Sprachtempo mit wahnwitzig schnellen Dialogen, die sich insbesondere Cary Grant als Zeitungsredakteur Walter Burns und seine absprungwillige beste Reporterin (Rosalind Russell) liefern. Eigentlich auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit einem Spießer (Ralph Bellamy) lässt sich Hildy Johnson noch einmal zu einem Auftrag überreden und fängt dank der Manipulation von Burns natürlich wieder Feuer. Ist Grant hier ein energischer Macher, kehrt „Liebling, ich werde jünger“ (17.25-19.00, Wiederholung um 23.55-01.25) die infantile Seite von ihm und Filmpartnerin Ginger Rogers heraus. Beide schlucken darin ein Verjüngungselixier, das ihren Geist auf Kinderniveau zurückstuft, was ein von Kollegen und Bekannten mit großem Erstaunen registriertes Verhalten gebiert.

Weniger albern präsentiert sich Cary Grant in den beiden folgenden Filmen: In der Krimikomödie „Charade“ (20.15-22.05) stellt er sich zwar auch einmal vollbekleidet unter eine Dusche, ansonsten steht er aber aus zunächst unausgesprochenen Gründen einer jungen Witwe (Audrey Hepburn) bei, die von Gangstern verfolgt wird. „Die große Liebe meines Lebens“ (22.05-23.55) schließlich zeigt ihn als charmanten Nichtstuer, der sich in eine Schiffsbekannte (Deborah Kerr) verliebt, diese durch das tückische Schicksal, das ein Treffen auf dem Empire State Building verhindert, aber zunächst wieder verliert. Dank der kultivierten Regie von Leo McCarey wurde aus dem Stoff nach Ruhelose Liebe (1939) auch im zweiten Anlauf einer von Hollywoods schönsten Liebesfilmen. – Sehenswert ab 14.


Foto aus „Sein Mädchen für besondere Fälle“: ZDF/Joseph Walker

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