Mehr Schlagkraft: Ein Interview mit dem neuen „Berlinale“-Leitungsteam Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian

Freitag, 31.05.2019

Die neue Doppelspitze über ihre Pläne für das Festival

Diskussion

Erstmals hat die „Berlinale“ eine Doppelspitze. Am 1. Juni übernehmen Carlo Chatrian als Künstlerischer Direktor und Mariette Rissenbeek als Geschäftsführerin offiziell die Leitung der „Berlinale“. Obwohl sich schon erste neue Festival-Konturen abzeichnen, spricht viel für einen sanften Übergang und keinen radikalen Schnitt bei der 70. Ausgabe im Jahr 2020. Ein Gespräch mit den „Berlinale“-Leitern zu ihrem Einstieg und ihren Plänen.


Welchen Effekt hat die Doppelspitze? Wie läuft und soll die Teamarbeit vonstattengehen, wie arbeiten Sie gemeinsam an Neuerungen?

Mariette Rissenbeek: Von Anfang an stand fest, dass sich Carlo auf die Filmauswahl konzentriert, dazu braucht es Geld. Jeder arbeitet in seinem Bereich, aber wir besprechen viel gemeinsam, was geht und was nicht. Das ist ein sehr organischer Prozess. Es geht ja nicht nur um Finanzen, sondern darum, Dinge zu ermöglichen. Das ist auch Teil eines kreativen Prozesses.

Carlo Chatrian: Wir haben einen sehr offenen und fruchtbaren Austausch miteinander, das ist eine großartige Erfahrung, die ich genieße. Und das erlaubt mir, mich ganz auf die künstlerischen Aspekte zu konzentrieren.

Kannten Sie sich schon vorher?

Rissenbeek: Wir kennen uns aus meiner Zeit als Geschäftsführerin von German Films. Da habe ich mich zwei Mal im Jahr mit den wichtigsten Festivalleitern zusammengesetzt, also auch mit Carlo. 

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