Filmfestival Venedig 2019 eröffnet mit „La Vérité“ von Hirokazu Kore-eda

Donnerstag, 18.07.2019

Die 76. "Mostra" (28.8.-7.9.) präsentiert das jüngste Werk des japanischen Filmemachers

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Mit seinem Film „Shoplifters“ errang der japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda im Jahr 2018 die „Goldene Palme“ in Cannes; in diesem Jahr eröffnet sein jüngstes Werk „La Vérité“ im Herbst die 76. Filmfestspiele (28.8.-7.9.) in Venedig. Dafür hat der 1962 in Tokio geborene Filmemacher seiner Heimat Japan den Rücken gekehrt und in Frankreich gedreht, wo er eine Reihe namhafter internationaler Stars vor der Kamera versammelte, unter anderem Catherine Deneuve, Juliette Binoche und Ethan Hawke.

Der Regisseur erklärte, dass der Film, der im Herbst 2018 in Paris entstand, trotz seines prestigeträchtigen Ensembles eine „kleine Familiengeschichte“ erzähle, die vor allem im Inneren eines Hauses spielt: „Ich habe versucht, meine Figuren innerhalb dieses kleinen Universums lebendig werden zu lassen, mit ihren Lügen, ihrem Stolz, ihrer Reue, Traurigkeit, Freude und Versöhnung“.

Hirokazu Kore-eda hat sich seit den 1990er-Jahren zu einer der angesehensten Stimmen des japanischen Kinos entwickelt. Seine Filme rühren an existenzielle Fragen und nehmen sich Zeit für kontemplative Bilder. Diese Handschrift lässt schon Kore-edas Debütfilm „Maboroshi – Licht der Illusion“ (1995) erkennen, mit dem der Regisseur auf Anhieb im Wettbewerb von Venedig vertreten war und prompt auch mit dem „Golddukaten der Stadt Venedig“ geehrt wurde. In Filmen wie „After Life“, „Nobody Knows“ und „Like Father, like Son“ hat der Regisseur sein Können immer wieder unter Beweis gestellt. In Venedig war er zuletzt mit dem Krimi „The Third Murder“ im Wettbewerb 2017 vertreten.

Weitere Informationen zur 76. Mostra finden sich auf der Website des Festivals.


Foto: 76. Mostra

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