Moderne Zeiten (3sat)

Dienstag, 10.09.2019

15.9., 11.35-13.00, 3sat

Diskussion

In dem Stummfilmklassiker von Charlie Chaplin schnappt ein Fließbandarbeiter eines Tages über, demoliert seine Arbeitsstätte und landet in einer Nervenheilanstalt. Nach seiner Entlassung wird er wegen der Teilnahme an einer Demonstration verhaftet. Im Gefängnis fällt er wegen guter Führung auf, kommt wieder frei und erhält vom Direktor sogar ein Empfehlungsschreiben für einen Job in einer Werft.

Doch schon der erste Arbeitstag endet mit einer Katastrophe, und Charlie befindet sich wieder auf der Flucht. Dabei beschützt er ein Mädchen, das wegen Brotdiebstahls verhaftet werden soll. Charlie lässt sich für sie verhaften, doch das Schicksal führt beide wieder zusammen. Später arbeitet Charlie als singender Kellner in dem Tanzcafé, in dem seine Freundin als Tänzerin auftritt. Er erntet großen Erfolg, aber die beiden müssen erneut fliehen, als die Fürsorge das Mädchen festnehmen will.

In der sarkastisch-kritische Tragikomödie „Moderne Zeiten“ (1936) über Menschen im Räderwerk von Kapitalismus und moderner Technik passte Charlie Chaplin seine Tramp-Rolle den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen an. Aus dem armen Wanderarbeiter wurde ein Arbeitsloser, der im Zeitalter der Massenindustrie um sein Überleben kämpft. Im Vergleich zu den früheren Filmen ist die Figur des Tramp vielschichtiger, und am Ende steht er nicht allein da: Charlie und seine Freundin machen sich gemeinsam auf den Weg in eine bessere Zukunft. Paulette Goddard, die Darstellerin des Mädchens, wurde kurz nach den Dreharbeiten Chaplins dritte Ehefrau.


Foto: 3sat

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