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Die Akte Grant (3sat)

Montag, 09.05.2022

20.5., 22.25-00.15, 3sat

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Als Regisseur und Hauptdarsteller schließt Robert Redford in „Die Akte Grant an jenes Genre an, dem er in den 1970er-Jahren mit „Die drei Tage des Condor“ und „Die Unbestechlichen“ einige seiner Karriere-Glanzlichter verdankte. „Die Akte Grant“ ist ein Politthriller, der angenehm altmodisch inszeniert ist. Authentische Nachrichten informieren zu Beginn über die „Weathermen“, jene radikalen Vietnamkriegsgegner, die in den frühen 1970er-Jahren in verschiedenen Städten der USA Attentate verübten. In einem zweiten Bericht geht es um einen Banküberfall in Michigan, der ebenfalls von den „Weathermen“ verübt wurde und bei dem ein Sicherheitsmann getötet wird.

Dann springt der Film in die Gegenwart. Sharon Solarz (Susan Sarandon), eine Hausfrau aus Vermont, ehemaliges „Weathermen“-Mitglied, stellt sich im Staat New York dem FBI, nachdem sie über 30 Jahre unter falscher Identität gelebt hat. Ben Shepard (Shia LaBeouf), ein ehrgeiziger Reporter, geht ihrer Geschichte nach und stößt auf Hinweise, dass Jim Grant (Redford), ein Anwalt aus Albany ebenfalls einer der Bankräuber von Michigan sein könnte. Mit einem Mal sitzt Grant das FBI auf den Fersen. Doch es gibt eine Person, seine ehemaligen Geliebten (Julie Christie), die ihn als einzige Person entlasten könnte.

„Die Akte Grant“ ist ein packendes, durch genaue Dialoge und markante Charaktere vorangetriebenes Politdrama, das sich einem wenig bekannten Kapitel der US-Geschichte widmet und dessen Folgen für die Gegenwart beschreibt. - Sehenswert ab 14.

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