© ZDF/WDR, Carol Quintanilha

Espero tua (re)volta (3sat)

Mittwoch, 05.02.2020

17.2., 22.25-00.00, 3sat (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion

2019 gewann der Dokumentarfilm „Espero tua (re)volta“ auf der „Berlinale“ den Amnesty-Filmpreis und den Friedensfilmpreis. Die Brasilianerin Eliza Capai fängt darin die Proteste brasilianischer Jugendlicher ein, dieseit 2015 für ein Recht auf Bildung und einen allgemeinen Systemwandel demonstrieren – Auslöser war die Ankündigung, in einer Provinz über 90 Prozent aller Schulen zu schließen. Was mit Besetzungen der Schulen begann, wuchs sich zu Demonstrationen, kreativen Widerstandsformen und beständigen Auseinandersetzungen mit der Polizei aus.

Derhochenergetisch montierteFilm zeichnet hautnah den radikalen demokratischen Aktivismus der jungen Protestler undzieht einen Bogen zu früherennationalen Aufstands- und Widerstandsbewegungen. Indem er die Bandbreite der individuellen Beweggründe vermitteln kann – neben der Bildung sind auch Rassismus, Sexismus und Homophobie Streitpunkte –, manifestiert sich ein Mosaik aus Meinungen, in dem Energie, Enthusiasmus und Idealismus als gemeinsame Nenner bleiben. Zudem weist er auch darauf voraus, dass die anfangs gegen den politischen Filz in Brasilien gerichteten Proteste mit der Wahl des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsinaro auf eine neue Stufe gelangen werden. – Ab 14.

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