© MUBI (Szene aus "Permanent Vacation")

MUBI im Mai: Die Neustarts des Arthouse-Streaminganbieters

Donnerstag, 23.04.2020

Ein Fokus auf Jim Jarmusch, ein mitreißendes bosnisch-niederländische Regiedebüt sowie Klassiker, unter anderem von Jacques Tati, Andrej Tarkowski und Federico Fellini

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Im Mai legt der Arthouse-Streamer MUBI einen Fokus auf die frühen Filme von Jim Jarmusch. Außerdem: ein mitreißendes bosnisch-niederländisches Regiedebüt sowie Klassiker, unter anderem von Jacques Tati, Andrej Tarkowski und Federico Fellini.


In den 1980er-Jahren stieg US-Regisseur Jim Jarmusch zur Ikone des Independent-Kinos auf. Die Initialzündung war sein Debütfilm „Permanent Vacation“, das Jarmusch als Abschlussfilm seines Studiums an der Tisch School of the Arts der New York University drehte und mit dem auch sein langjähriger Freund und gelegentlicher künstlerischer Mitstreiter John Lurie debütierte. MUBI eröffnet mit diesem lyrisch-coolen Porträt von New York, in dem ein 16-Jähriger auf der Suche nach neuen Eindrücken durch die Stadt driftet, sein Mai-Programm und versammelt im Laufe des Monats noch weitere frühe Werke von Jarmusch: „Stranger Than Paradise“, „Down by Law“ und „Mystery Train“ sowie „Night on Earth“.

Außerdem bietet der Streamingdienst einen spannenden Mix aus Klassikern und Entdeckungen aus den letzten Festival-Jahrgängen. An neuen Filmen ist das niederländisch-bosnische Regiedebüt „Take Me Somewhere Nice“ zu bewundern, eine Mischung aus Road Movie und Coming-of-Age-Film rund um ein in den Niederlanden aufgewachsenes Mädchen, das nach Bosnien reist, in die Heimat seines Vaters. Ebenfalls ums Reisen geht es in dem Dokumentarfilm „Around the World When You Where My Age“. Die portugiesische Filmemacherin Aya Koretzky sucht darin nach einer Annäherung an ihren Vater über Bilder und Erinnerungen an eine Weltreise, die er als junger Mann unternommen hat.

An Filmklassikern stehen im Mai unter anderem Jacques Tatis satirisch-melancholisches Meisterwerk „Traffic“ auf dem Programm; außerdem gibt es weiterhin Filme des indischen Meisterregisseurs Satyajit Ray und von Federico Fellini zu entdecken.


Hier das komplette Programm von MUBI im Mai 2020:


1. Mai: Permanent Vacation (R: Jim Jarmusch), 1981

2. Mai: Zwei in Paris (R: Jacques Becker), 1947

3. Mai: Die fabelhafte Welt der Amélie (R: Jean-Pierre Jeunet), 2001

4. Mai: Ankur (R: Shyam Benegal), 1974

5. Mai: Antigone (R: Danièle Huillet, Jean-Marie Straub),1992

7. Mai: Junun (R: Paul Thomas Anderson), 2015

8. Mai: Down by Law (R: Jim Jarmusch), 1986

9. Mai: Bildbuch (R: Jean-Luc Godard), 2019

10. Mai: The Fall Brief Encounters (Kurzfilm von Jonathan Glazer, exklusiv bei MUBI), 2019

11. Mai: I vitelloni – DieMüßiggänger (R: Federico Fellini), 1953

12. Mai: Va savoir (R: Jacques Rivette), 2001

13. Mai: Die Schachspieler (R: Satyajit Ray),1977

14. Mai: On the Starting Line (R: Aldemar Matias), 2019

15. Mai: Stranger Than Paradise (R: Jim Jarmusch),1984

16. Mai: Helle Nächte (R: Thomas Arslan), 2017

17. Mai: Detachment (R: Tony Kaye), 2011

18. Mai: Cassandro, the Exotico! (R: Marie Losier), 2018

19. Mai: Senor Kaplan (R: Álvaro Brechner), 2014

20. Mai: Montparnasse19 (R: Jacques Becker, Max Ophüls), 1958

21. Mai: Take Me Somewhere Nice (R: Ena Sendijarević), 2019

22. Mai: Night on Earth (R: Jim Jarmusch), 1991

23. Mai: Das Hausmädchen (R: Im Sang-soo), 2010

24. Mai: Trafic (R: Jacques Tati), 1971

25. Mai: Nostalghia (R: Andrej Tarkowski),1983

26. Mai: Mélo (R: Alain Resnais), 1986

27. Mai: Bhumika – Die Schauspielerin (R: Shyam Benegal), 1977

28. Mai: Around the World WhenYou Were My Age (R: Aya Koretzky), 2018

29. Mai: Mystery Train (R: Jim Jarmusch), 1989

30. Mai: Das große Fressen (R: Marco Ferreri), 1973

31. Mai: Zama (R: Lucrecia Martel), 2017


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