© TM/Lucasfilm Ltd 1988

Tucker (arte)

Dienstag, 08.09.2020

21.9., 20.15-22.00, arte

Diskussion

Regisseur Francis Ford Coppola porträtiert den US-Autohersteller Preston Tucker (1903-1956) und sein Scheitern beim Versuch, den Automobilmarkt zu revolutionieren. Tucker, im Film gespielt von Jeff Bridges, ist ein Selfmademan, einer jener optimistischen Erfinder und Weltverbesserer, denen Amerika in seinen Gründer- und Aufbaujahren viel zu verdanken hatte. Autos sind sein Traum. Und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kommt Tuckers Traum vom futuristischen, aber verkehrssicheren und erschwinglichen PKW gerade zur rechten Zeit. Das Konzept des Entwicklers du Unternehmers ist indes so revolutionär, dass es die alteingesessene Autoindustrie ins Wanken bringen könnte. Eigentlich stellt er alles auf den Kopf, was bisher im Autobau üblich war. Sein Modell ist nicht nur von extravagant-futuristischem Design (Slogan: Kauf Dir das Auto von morgen schon heute!), sondern es hat erstmals einen Heckmotor, Scheibenbremsen, Benzineinspritzung, Sicherheitsgurte - und das alles in den späten 1940er und 1950er Jahren. Kein Wunder, dass die Mächtigen der Industrie nichts unversucht lassen, um Tucker zu Fall zu bringen.

Die lebenspralle Filmbiografie erhielt 1989 drei „Oscar“-Nominierungen, u.a. für Szenenbild und Kostümbild, die das Mid-Century-Detroit kongenial zum Leben erwecken.

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