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12. Internationales Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte

Mittwoch, 15.09.2021

Das 12. Menschenrechts-Filmfestival (29.9.-6.10.) in Nürnberg findet erstmals als hybride Ausgabe statt

Diskussion

Das Menschenrechts-Filmfestival in Nürnberg stellt sich für die 12. Ausgabe Ende September 2021 erstmals hybrid auf; ein großer Teil des Filmprogramms wird über die VoD-Plattform Cinemalovers auch online präsentiert. Damit kann politisch akzentuierte Filmkunst während der zehn Festivaltage auch deutschlandweit wahrgenommen werden. Die Preisverleihung findet 5. Oktober statt.


Das 12. Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte (NIHRFF) vom 29. September bis 6. Oktober 2021 wird erstmalig als hybride Ausgabe veranstaltet. Das seit 1999 im zweijährigen Rhythmus organisierte Filmfestival findet wie gewohnt in den Nürnberger Kinos statt, präsentiert sich aber auch mit einem umfangreichen Online-Angebot im Netz. Für das Streaming wird die VoD-Plattform Cinemalovers des Filmhaus Nürnberg genutzt.

„Ich freue mich sehr, dass wir das Festival erstmalig für ein größeres Publikum öffnen können. Das Thema Menschenrechte ist wichtiger denn je“, so Festivalleiterin Andrea Kuhn, „wir können damit politisch akzentuierte Filmkunst vielen Menschen nahebringen“. Das Festival verfolgt dabei einen nachhaltigen Ansatz; es werden nur etwa zwei Drittel der Festivalfilme ins Netz gestellt, die auch nur während der Festivaltage abrufbar sind.

Um das Publikum vor Ort und das überregionale Online-Publikum zusammenzuführen, werden alle Filmgespräche live aus der Festivallounge gestreamt. Das Online-Publikum kann sich über die Chatfunktion auch in die Gespräche einschalten. Internationale Filmgäste sind online zugeschaltet

Das Festival vergibt drei Preise (dotiert mit insgesamt 4.500 Euro): den Internationalen Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte der Internationalen Jury, den Preis der Open Eyes-Jugendjury sowie den Publikumspreis. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2021 online statt.

Das Gesamtprogramm des Festivals ist inzwischen auch veröffentlicht und kann auf der Website abgerufen werden. Dort finden sich auch alle Details zum Streaming- und Ticketangebot sowie zu den Corona-Regeln.

Unter den acht Wettbewerbsfilmen finden sich neben den beiden deutschen Beiträge „Blutsauger“ von Julian Radlmaier und „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth beispielsweise auch der Dokumentarfilm „We“ von Alice Diop, die entlang der Schnellbahnstrecke RER B quer durch Paris den Menschen in den Vorstädten nachspürt und schier endlose Facetten einer vielfach gespaltenen Gesellschaft sichtbar macht. Im „Internationalen Forum“ warten neben vielen Neuentdeckungen auch der jüngste Film von Gianfranco Rosi, „Notturno“, oder die schonungslose Reportage „Los Lobos“ über eine mexikanische Familie, die kürzlich in die USA emigriert ist. In der Reihe „Previews“ sind acht neue Filme programmiert, darunter auch das intensive Drama „Große Freiheit“ von Sebastian Meise und Maryam Touzanis Frauenporträt „Adam“ über eine couragierte Bäckerin aus Casablanca, die eine junge Schwangere bei sich aufnimmt.


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Internationales Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte


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