Die Fälscher

Drama | Deutschland/Österreich 2006 | 98 Minuten

Regie: Stefan Ruzowitzky

In einem Sondertrakt des KZ Sachsenhausen können einige Gefangene ihr Leben retten, weil ihre Fachkenntnisse von den Nazis für eine Geldfälsch-Aktion im großen Stil benötigt werden. Diese lebensrettende Maßnahme führt allerdings zu erheblichen moralischen Konflikten bei vielen Beteiligten. Ein kammerspielartig inszeniertes, darstellerisch hervorragendes Drama nach historisch verbürgten Ereignissen, das den Gewissenskonflikt seiner Protagonisten ins Zentrum der Handlung stellt, sich selbst jedoch einer eindeutigen Parteinahme enthält. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DIE FÄLSCHER
Produktionsland
Deutschland/Österreich
Produktionsjahr
2006
Regie
Stefan Ruzowitzky
Buch
Stefan Ruzowitzky
Kamera
Benedict Neuenfels
Musik
Marius Ruhland
Schnitt
Britta Nahler
Darsteller
Karl Markovics (Salomon Sorowitsch) · August Diehl (Adolf Burger) · Devid Striesow (Friedrich Herzog) · Martin Brambach (Holst) · August Zirner (Dr. Klinger)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Darf man über 60 Jahre nach Auschwitz wieder Filme über Konzentrationslager machen? Filme, die nicht bloß entsetzlich grausam sind, sondern zudem noch kurzweilig, ja unterhaltsam? Der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky hat den Versuch gewagt. Mit „Die Fälscher“ traute er sich an einen vielschichtigen historischen Stoff, den zu bewältigen er nicht gerade prädestiniert schien. Zuletzt war Ruzowitzky bei „Anatomie 2“ (fd 35 844) mit biederem Retortenkino kläglich am Versuch gescheitert, das US-Horrorgenre in deutsche Filmsprache zu übersetzen. Für „Die Fälscher“ galt es nun, den Balanceakt zwischen kurzweiligem Unterhaltungskino und aufwühlendem KZ-Drama zu bestehen, was Ruzowitzky erstaunlich souverän meisterte. Dass dies überhaupt gelingen konnte, liegt daran, dass der Film nicht im Hauptlager des KZ Sachsenhausen spielt, sondern in einem davon abgetrennten Trakt, in dem die Gefangenen eine Vorzugsbehandlung erhielten. Basierend auf den Lebenserinnerungen des ehemalig

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