© Tyrone Productions (aus „Die große Hungersnot in Irland“)

Themenabend „Das freie Irland“ (arte)

Dienstag, 16.11.2021

30.11., 20.15-23.30, arte (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion

Im Juli 1921 endete nach zweieinhalb Jahren der Irische Unabhängigkeitskrieg, in dem die kleine Atlantikinsel gegen Großbritannien aufbegehrt hatte, mit der Gründung des Irischen Freistaates. Damit endete – zumindest für den Großteil der Insel – eine lange Phase der kolonialen Unterdrückung, in der Irland vom britischen „Mutterland“ immer wieder autoritäre Willkür und Unterdrückung erfahren hatte. „The Irish Revolution“ (21.45-23.30), eine der beiden Dokumentationen, mit denen arte an den 100. Jahrestag des Kriegsendes erinnert, beschreibt die Entwicklung des Krieges als Folge des gescheiterten Osteraufstands 1916 und die Rolle von Revolutionären wie Michael Collins und Éamon de Valera im Widerstand gegen die Macht des „Empire“.

Die aufwändige Geschichtsdokumentation ist wie auch der zuvor laufende Film des Themenabends, „Die große Hungersnot in Irland“ (20.15-21.45), von Ruan Magan inszeniert. Im Blick auf die Hungersnot in den 1840er-Jahren, die infolge vernichteter Kartoffelernten ganz Europa erfasste, das von der Kartoffel elementar abhängige Irland aber besonders traf, erinnert der Film an die Nahrungskatastrophe, deren unmittelbare Folgen einer Million Iren das Leben kostete und zwei weitere Millionen in die Emigration trieb. Neben den humanitären Aspekten nehmen Historiker aber auch die politischen Auswirkungen in den Blick, zu denen viele europäische Revolutionen gehörten, die wiederum Irland zum verstärkten Widerstand drängten – bis hin zum Unabhängigkeitskrieg. – Ab 14.

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