© Marc Le Pelletier/Alcina

Martin Roumagnac

Mittwoch, 15.06.2022

Melodram von 1946 mit Marlene Dietrich und Jean Gabin - bis 26.7. in der arte-Mediathek

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Der Titelheld von Georges Lacombes Melodram aus dem Jahr 1946, Martin Roumagnc (Jean Gabin), ist ein Selfmade-Man mit bodenständigen Wurzeln: Er hat es vom Maurer zum erfolgreichen Bauunternehmer in einer kleinen französischen Provinzstadt gebracht. Doch dann verliert er den Boden unter den Füßen, als er sich in eine mondäne Frau, die Saatguthändlerin Blanche (Marlene Dietrich) verliebt: Um sie zu beeindrucken und zu verwöhnen, beginnt er, sich finanziell zu übernehmen; nichtsdestotrotz kann er die Schöne, die nach einer Chance sucht, die Kleinstadt hinter sich zu lassen, nicht an sich binden. Durch die Eifersucht auf einen anderen Mann, einen reichen Konsul, der sich ebenfalls um Blanche bemüht, spitzt sich die Lage schließlich zu.

In der Dreiecksgeschichte nach einem Roman von Pierre-René Wolf geht es, wie man es etwa aus den Werken von Honoré de Balzac kennt, um die unselige Verquickung von Geld und Gefühl bzw. zwischenmenschlichen Beziehungen, wobei der Auftritt der Dietrich als femme fatale, die durch ihre Faszinationskraft den Fall eines Biedermanns bewirkt, auch an ihren Durchbruch mit „Der blaue Engel“ erinnert. Für Fans der Dietrich dürfte „Martin Roumagnac“ nicht zuletzt als schauspielerisches Gipfeltreffen zwischen ihr und Jean Gabin interessant sein – die beiden waren zum Zeitpunkt der Dreharbeiten auch privat liiert.

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