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Erstes deutsches Kinofest

Mittwoch, 07.09.2022

Am kommenden Samstag und Sonntag, 10. und 11. September, lockt das erste deutsche Kinofest mit ermäßigten Eintrittspreisen für 5 Euro pro Vorstellung

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Es ist kein Geheimnis, dass sich viele Kinos nach der Pandemie schwertun und um ihre Zukunft kämpfen. Da kommt das bundesweite „Kinofest“ an diesem Wochenende, 10. und 11. September, gerade recht, das mit einem generellen 5-Euro-Eintrittspreis zum Besuch lockt und neu Lust machen will, sich vor der großen Leinwand den betörenden Filmgeschichten auszusetzen.


In Frankreich und anderen europäischen Ländern ist ein nationaler Kinotag schon lange Brauch; in Deutschland startet das „Kinofest“ an diesem Wochenende, 10. und 11. September. Bundesweit können Filmfans und solche, die es werden wollen, die neuesten Blockbuster, aber auch Filmkunst-Werke und Kinderfilme für jeweils 5 Euro pro Ticket sehen. Bislang nehmen mit knapp 700 Kinos und über 3.000 Kinoleinwänden sehr viele Lichtspielhäuser an der Aktion teil, die von allen Kinoverbänden unterstützt wird und frischen Wind in die notleidende Branche bringen soll.

Manches Kino und auch die großen Kinoketten haben sich für diese beiden Tage durchaus etwas einfallen lassen. So präsentieren die UCI-Kinos neben dem regulären Filmprogramm am Samstagnachmittag den Star-Trek-Klassiker „Star Trek II: Der Zorn des Khan“; am Abend zeigen sie (und viele andere Kinos) als Preview die Bestseller-Verfilmung „Lieber Kurt“ von Til Schweiger. In München lädt der Gloria Filmpalast am Sonntag zu einer originellen Matinee, bei der die Schauspielerin Barbara Wussow aus Werken der Wiener Kaffeehaus-Literatur liest und anschließend die Schlussepisode „Hochzeit mit Hindernissen“ aus der Serie „Schwarzwaldklinik“ auf der großen Leinwand gezeigt wird. Im Cinecitta in Nürnberg ist der „Highlander - Es kann nur einen geben“ und als Preview „Die Küchenbrigade“ zu sehen, in Aachen zeigt das Apollo Kino unter anderem „Die Unbeugsamen“ und „À la Carte“. Und in der „Kinowelt“ in Worms wird auch ans junge Publikum gedacht; es läuft „Die Legende vom Tigernest“; bei den Yorck-Kinos wird das Herz für den Nachwuchs ebenfalls nicht vergessen; dort gibt es „Mein Lotta Leben – Alles Tschaka mit Alpaka“ zu sehen. So geht es quer durch die Republik, getreu dem Motto „Better together – alleine ist out“.

Der Verband der Filmverleiher (VdF) glaubt sogar an ein langfristiges Potenzial des neuen Formats: „Mit dem diesjährigen KINOFEST im September startet die gesamte Branche ein Projekt, das wir gemeinsam mit den Kinos etablieren und zu einem festen Termin im jährlichen Veranstaltungskalender entwickeln wollen“, so Peter Schauerte, der Geschäftsführer des Verbands der Filmverleiher. Und Björn Hoffmann, der Vorsitzender der AG Verleih, hofft, dass dadurch auch eine besondere Aufmerksamkeit für deutsche und europäische Arthouse-Filme generiert wird.


Hinweis

Über alle Details der Aktion „Das Kinofest“ informiert eine Website, auf der sich die beteiligten Kinos und ihre Spielpläne recherchieren lassen.

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