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Kirchen und Kino – Die 20. Spielzeit

Freitag, 09.09.2022

Die ökumenische Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ präsentiert von September 2022 bis Mai 2023 ihre 20. Staffel.

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Die ökumenische Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ präsentiert von September 2022 bis Mai 2023 ihre 20. Staffel. An insgesamt 25 Spielorten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden acht Filme gezeigt, die von der evangelischen und katholischen Filmarbeit in Deutschland und der Schweiz ausgezeichnet worden sind.


Mitte September startet die 20. Spielzeit der ökumenischen Filmreihe „Kirchen und Kino“. Bis Mai 2023 sind in 25 Orten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen acht Filme zu sehen, die von der evangelischen und katholischen Filmarbeit ausgewählt worden sind. Zur Wahl standen mehr als 30 Filme, die als Kinotipp der Katholischen Filmkritik beziehungsweise als „Film des Monats“ prämiert wurden.

Zum Auftakt der Staffel, die insgesamt 208 Vorstellungen umfassen wird, ist „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ von Andreas Dresen zu sehen. Das biografische Drama stellt die Bremer Hausfrau Rabiye Kurnaz ins Zentrum, die jahrelang für die Freilassung ihres Sohnes Murat aus der Haft im US-Gefangenenlager Guantanamo kämpfte und mit Hilfe eines Menschenrechtsanwalts bis vor den US-Supreme-Court zog. Um staatliche Willkür und Unrecht geht es auch im Dokumentarfilm „Nawalny“, der mit den Mitteln eines investigativen Politthrillers von der Verfolgung des russischen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny erzählt.

Weitere Schwerpunkte der Staffel liegen auf Geschichten über Menschen in außergewöhnlichen persönlichen Krisensituationen wie beim verzweifelten Aufbegehren eines alten Mannes gegen seine Demenz in „The Father“ oder das Leid unter ungerechten Strukturen wie in „Große Freiheit“ über die juristische Verfolgung Homosexueller in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik. Zuwendung und Versöhnung als gelebte Hoffnungsbotschaft für Beziehungen sind in mehreren Filmen („Come On, Come On“, „Parallele Mütter“, „Maixabel“, Lunana“) ebenfalls ein wichtiges Thema der „Kirchen und Kino“-Staffel.

Demenz als Kampf, der nicht zu gewinnen ist: „The Father“ mit Anthony Hopkins (© Tobis)
Demenz als Kampf, der nicht zu gewinnen ist: „The Father“ mit Anthony Hopkins (© Tobis)

Die Auswahl wurde von einer Jury aus Vertretern der kirchlichen Bildungs- und Medienarbeit zusammen mit den beteiligten Kinos getroffen. Gemeinsam ist allen ausgewählten Filmen, dass sie die Sehnsucht nach dem Anderen, nach einem „Mehr des Lebens“ aufrechterhalten. Bei den Aufführungen gibt es in der Regel eine kurze Einführung vor dem Film und im Anschluss Podiumsgespräche oder die individuelle Möglichkeit zum Austausch.

Alle Termine und weiterführende Informationen zu den Filmen und den Spielorten finden sich ab Mitte September auf der Homepage von Kirchen und Kino.


Beteiligte Spielorte der „Kirchen und Kino“-Staffel 2022/2023 sind:

Nordrhein-Westfalen: Attendorn, Bad Driburg, Bad Laasphe, Bad Oeynhausen, Brilon, Gütersloh, Hagen, Hilchenbach, Iserlohn, Korbach, Lennestadt, Lüdenscheid, Paderborn, Schwerte, Unna und Warburg

Niedersachsen: Gifhorn, Hameln, Hannover, Lingen, Nienburg, Osterholz-Scharmbeck, Twistringen, Walsrode und Wittingen

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