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KI im Test: Mensch vs. Maschine

Montag, 17.10.2022

Dokumentation über Künstliche Intelligenz - bis 13.12. in der arte-Mediathek

Diskussion

Künstliche Intelligenz gilt vielen als die Zukunft der Menschheit. Sie soll Ärzten oder Soldaten helfen, Autofahrer und sogar Richter ersetzen. Die unfehlbare Logik der Algorithmen verheißt ein Leben ohne Irrtümer. Doch inzwischen schlagen selbst Programmierer Alarm: Die Fähigkeiten von KI seien völlig überbewertet.

Seit Anfang der 2000er-Jahre ist der Ausdruck „Künstliche Intelligenz“, kurz „KI“, in aller Munde. Der Grund dafür ist der Siegeszug von „Deep Learning“, eines mehrschichtigen Lernens, das auf extrem leistungsfähigen Statistik-Tools beruht, in denen es meist um Wahrscheinlichkeiten geht.

Die Technologie scheint vor nichts Halt zu machen: ob Spracherwerb, kriminalistische Untersuchungen, selbstfahrende Autos oder medizinische Diagnosen. Doch wie funktionieren solche Systeme und wo liegen ihre Grenzen?

Die Dokumentation „KI im Test: Mensch vs. Maschine“ von Jean-Christophe Ribot geht den wissenschaftlichen Grundlagen der Zukunftstechnologie auf den Grund und zeigt sowohl Chancen als auch Risiken automatisierter Prozesse auf.

Denn die Technologie ist sehr anfällig für systematische Verzerrungen oder die Reproduktion von Stereotypen. Noch problematischer ist die Undurchschaubarkeit des Systems, das sogar Forscher:innen als „Black Box“ bezeichnen, weil selbst sie kaum verstehen, wie es funktioniert. Doch ungeachtet der Schwächen „intelligenter“ Maschinen schleichen sich immer mehr virtuelle Assistenten in unseren privaten und beruflichen Alltag ein. Eine Entwicklung, die die Wissenschaftsdokumentation kritisch hinterfragt.

Animationssequenzen und Ausschnitte aus Spielfilmen werden dabei durch Erläuterungen von Ingenieuren, Informatik-Forschern wie Yoshua Bengio oder dem IT-Direktor von Google, François Chollet, ergänzt; zu Wort kommen auch Philosophen, Soziologen und Whistleblower, etwa die US- Amerikanerin Meredith Whittaker, früher selbst wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Google und Mitbegründerin des AI Now Institute. - Ab 14.

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