Die für ein geringfügiges Vergehen nach Tasmanien verbannte Irin Clare (Aisling Franciosi) ist in den 1820er-Jahren in der Strafkolonie der Ausbeutung und Vergewaltigung durch den britischen Offizier Hawkins (Sam Claflin) ausgesetzt. Als dieser und seine Soldaten ihren Mann und ihr Baby ermorden, heuert sie den Aborigine Billy (Baykali Ganambarr) als Fährtenleser an, um die Täter zu jagen und blutige Rache zu üben. Aus dem Zweckbündnis erwächst allmählich eine Freundschaft.
Die Australierin Jennifer Kent entschied sich nach ihrem vielgelobten Horrorfilm „Der Babadook“ bei ihrem zweiten Spielfilm für einen knallharten Rachethriller. Dieser erschöpft sich jedoch nicht in der archaischen Gefühlsmechanik des Genres von Leiden und Vergeltung. Vielmehr erzählt er als Drama über den „Black War“ der Briten gegen Tasmaniens indigene Bevölkerung von den Verheerungen kolonialer Ausbeutung und beleuchtet durchaus differenziert die Optionen seiner Figuren im Widerstand dagegen. – Ab 18.