Das Fantasy-Genre zeichnet sich oft leider eher durch die Abwesenheit von Fantasie aus. „Dragonheart“, mehr märchenhafter Jugendfilm als Action für Erwachsene, ist die späte Einlösung der Versprechen von damals. Regisseur Rob Cohen setzt ganz auf einen Augenschmaus, der mit einem ganz und gar nicht finsteren Mittelalter bekannt macht. Sein visueller Humor steht dabei dem Trickfilm näher als dem Realfilm, was auch für die Gestaltung des Drachens im Zentrum der Handlung gilt, dessen Züge klar als die von Sean Connery zu erkennen sind.
Erzählt wird eine liebevoll ausgesponnene Heldengeschichte mit einer guten Portion Selbstironie. Als der junge Königssohn Einon verwundet wird, gibt es für ihn nur eine Rettung: Man bringt ihn in die Höhle eines weisen Drachen, der ihm schließlich die Hälfte seines Herzens überlässt. Dafür solle er versprechen, ein gütiger Herrscher zu werden. Doch Undank ist des Drachen Lohn: Angst und Schrecken verbreitet der heranwachsende König (David Thewlis), so dass sein enttäuschter Lehrer, der Ritter Bowen (Dennis Quaid), nur eine Erklärung parat hat: Der Drache muss das Herz vergiftet haben. Der resignierte Ritter entscheidet sich für ein Leben als Drachentöter, immer auf der Suche nach dem vermeintlichen Übeltäter. Doch der letzte überlebende Drachen will sich von ihm nicht besiegen lassen und öffnet Bowen die Augen über Einons Wesen. – Ab 12.