Die Geister des Flusses

25.1., 20.15-23.05, arte (Erstausstrahlung)

Diskussion

War die Tötung und Verstümmelung eines französischen Ehepaares, das auf einem Boot in Französisch-Guayana gefunden wurde, ein Ritualmord? Ein Opfer an den Waldgeist Iskander, den die Nachfahren afrikanischer Sklaven immer noch verehren, die sich einst an dem Fluss niederließen? Die junge französische Polizistin Chloé Bresson (Stéphane Caillard), die aus disziplinarischen Gründen in das Übersee-Département versetzt wurde, hat da ihre Zweifel. Sie wurde, gerade in Französisch-Guayana angekommen, mit dem schauerlichen Fall betraut und will nun vor allem auch herausfinden, was aus dem Sohn des Ehepaares geworden ist, der anscheinend spurlos verschwand. Dafür muss sie sich mit ihrem zunächst ziemlich schroffen einheimischen Kollegen Joseph Dialo (Adama Niane) zusammenraufen, der die These des Ritualmords aufstellt.

Eine Krimigeschichte, in der nicht nur ein Mord, sondern auch die Sorge um ein eventuell entführtes Kind für Spannung sorgt. Die Serie von Olivier Abbou liefert gute Genre-Unterhaltung und wertet diese zugleich durch die Auseinandersetzung mit der französischen Kolonialgeschichte auf, deren Folgen nicht nur in Französisch-Guayana immer noch nachwirken. arte zeigt die vier Folgen an einem Abend hintereinander; es gibt also kein peinigendes Warten auf Fortsetzungen. – Ab 16.

Foto: Mademoiselle Films

Kommentar verfassen

Kommentieren