Kein Geringerer als US-Autor Mark Twain lieferte die Basis für diese deutsche Low-Budget-Beziehungskomödie. In seiner zweigeteilten Erzählung „Die Tagebücher von Adam und Eva“ erzählt Twain die menschliche Schöpfungsgeschichte als eine ironische Brechung der Geschlechterdifferenzen seiner Zeit am Ende des 19. Jahrhunderts. Regisseur Franz Müller greift dies in aktualisierter Form auf. In seinem 2023 erschienen Film begegnen sich die beiden ersten Menschen in einer Regenwald-Landschaft und vermerken die Eigenheiten, die ihnen am jeweils anderen Geschlecht auffallen. Ihre aus dem Off gesprochenen Texte werden über kurze Vignetten von Beziehungsgeschichten aus dem heutigen Berlin gelegt.
Eine mit handgemachtem Produktionsdesign und skurrilen Kostümen selbstbewusst ihr kleines Budget ausstellende Komödie, in der ironisches Spiel schließlich zu romantischem Sentiment wird. Auch der sarkastische Umgang mit Liebesklischees präsentiert sich als überwiegend kluge Auseinandersetzung mit den Mustern deutscher Sittenkomödien. - Ab 14.