Spielzimmer »Zukunft«

Taugt Virtual Reality als narratives Medium? Im Rahmen des erstmals verliehenen »Lichter VR Award 2017« beim Lichter Filmfest in Frankfurt/Main konnte man sich ein Bild vom Storytelling mittels VR-Brille machen. Erster Eindruck: Es muss noch reifen. Der Kinobesuch ist eine kollektive Erfahrung. Gemeinsam mit anderen Menschen lachen und weinen wir, gleichzeitig intim verbunden und einander vollkommen fremd. Die in den letzten Jahren auch für den Massenmarkt zugänglich gewordenen Virtual-Reality-Brillen hingegen zielen auf den Einzelnen ab und isolieren ihn in seiner eigenen Welt: Von außen betrachtet wirken die Nutzer dann merkwürdig entrückt. So sah man es auch schon auf dem vieldiskutierten Titelbild des »Time Magazine« von August 2015, das Palmer Luckey, den Erfinder der Videobrille »Oculus Rift«, wie ein glückselig spielendes Kind wirken ließ. Beim »Lichter Filmfest« in Frankfurt/Main wurde in diesem Jahr erstmals der Internationale »Lichter VR Award« vergeben. Bei den Vorführungen der fünf nominierten »Experiences« (eine Mischform zwischen Film

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