Jörg Taszman

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Zu wenig Strahlkraft

Von Jörg Taszman

Dekonstruierte Helden

Mit dem Eröffnungsfilm „Coupez“ präsentierte Cannes eine Hommage ans Filmemachen, die nicht recht zünden wollte. Mehr Reibungsfläche bot ausgerechnet das russische Kino, das derzeit weitgehend von westlichen Festivals boykottiert wird, in Cannes aber in Form dezidiert regimekritischer Stimmen einen Platz fand: Kirill Serebrennikow stellte im Wettbewerb „Tchaikovski’s Wife“ vor, und in einer Nebenreihe erschütterte Marusja Sirojetschkowskaja mit dem Dokumentarfilm „How to Save a Dead Friend“.

Von Jörg Taszman

Ins Kino hineingefallen - Mathieu Amalric

In Frankreich gehört Mathieu Amalric zu den angesehensten Schauspielern, international ist er vor allem durch „Schmetterling und Taucherglocke“ und seine Rolle als Bond-Bösewicht in „Ein Quantum Trost“ bekannt. Bei Werken wie „Tournée“ und zuletzt „Für immer und ewig“ führt er auch Regie. Das Berliner Kino Arsenal zeigte im April eine Werkschau mit Filmen von und mit Mathieu Amalric. Ein Gespräch über Einflüsse, Obsessionen und einen unorthodoxen Weg zum Kino.

Das Gespräch führte Jörg Taszman

Im Auge des Unsichtbaren - Interview mit Sophie Marceau

Die Schauspielerin Sophie Marceau ist eine Ikone des französischen Kinos, die nach den „La Boum“-Filmen auch für Autorenfilmer wie Andrzej Zulawski, Bertrand Tavernier und Maurice Pialat vor die Kamera trat. In François Ozons Drama „Alles ist gutgegangen“ (Kinostart: 14.4.) spielt sie die Schriftstellerin Emmanuèle Bernheim, die ihrem kranken Vater dabei hilft, einen assistierten Suizid zu organisieren. Ein Gespräch über die Herausforderungen ihrer Rolle und die Balance zwischen Ernst und Humor.

Das Gespräch führte Jörg Taszman

Liebe und Anarchie - Jacques Audiard

Der französische Filmemacher Jacques Audiard gilt vor allem als Spezialist sehr intensiver, auch harter Filme wie „Ein Prophet“ oder „Der Geschmack von Rost und Knochen“. Sein Schwarz-weiß-Drama „Wo in Paris die Sonne aufgeht“ (ab 7. April im Kino) überrascht jedoch durch eine große Leichtigkeit, mit der es über unterschiedliche Auffassungen von Liebe unter Pariser Studenten erzählt. Ein Gespräch über die Reize der schwarz-weißen Ästhetik und ihre Vermittlung an eine junge Generation.

Von Jörg Taszman

Die letzte Vorstellung? Bedrohte Multiplexe und fehlende Kinoperspektive in Berlin

Die Berliner Kinolandschaft verfügt über viele geschichtsträchtige Lichtspielhäuser, von den großen Einzelhäusern der DDR über moderne Multiplex-Kinos bis hin zu Exoten wie dem Kino in der Kulturbrauerei. Doch die Aussichten auf den Fortbestand dieser Kulturstätten verfinstern sich zunehmend, zumal Investoren sowie Politiker ohne klare Agenda agieren. Die letzten traditionellen Kinos bangen um ihre Existenz und das Publikum den Erhalt der Berliner Kinokultur.

Von Jörg Taszman

Ein afrikanischer Traum - Jared P. Scott

Im Dokumentarfilm „The Great Green Wall“ des in Berlin lebenden amerikanischen Regisseurs Jared P. Scott geht es um ein panafrikanisches Prestigeprojekt, vorgestellt von der aus Mali stammenden Sängerin Inna Modja: eine grüne Mauer quer durch das Sahel-Gebiet von Senegal bis nach Äthiopien. Ein Gespräch über die Herangehensweise an ein bereits bestehendes Unternehmen und die Sensibilisierung für weitere Anstrengungen gegen die Folgen des Klimawandels.

Von Jörg Taszman