Graf Zaroff - Genie des Bösen

Horror | USA 1932 | 66 Minuten

Regie: Ernest B. Schoedsack

In einer alten Festung frönt ein dämonischer Graf russischer Abstammung seiner Leidenschaft - der Jagd auf Menschen, - bis ein junger Jäger, der durch Schiffbruch in die Gewalt des Geisteskranken geriet, den Spuk beendet. Berühmtes Werk aus der Anfangszeit des Tonfilms, durch gemalte Prospekte und Atelierdschungel erkennbar. Eine fesselnd inszenierte Horrorgeschichte mit für heutigen Geschmack übertriebenen melodramatischen Akzentuierungen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE MOST DANGEROUS GAME
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1932
Regie
Ernest B. Schoedsack · Irving Pichel
Buch
James A. Creelman
Kamera
Henry Gerrard
Musik
Max Steiner
Schnitt
Archie Marshek
Darsteller
Joel McCrea (Robert Rainsford) · Leslie Banks (Graf Zaroff) · Fay Wray (Eve Trowbridge) · Robert Armstrong (Martin Trowbridge) · Hale Hamilton
Länge
66 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Horror | Literaturverfilmung

Heimkino

Die DVD (Anolis) enthält einen dt. Audiokommentar von Rolf Giesen sowie 12-seitiges Booklet. Die beiden Veröffentlichungen von Great Movies enthalten den Film in gleicher Qualität wie die US-amerikanische Criterion Collection, die den Film in der augenblicklich optimalen Version zeigt. Zudem enthalten die Editionen den Film in einer von Special Effects-Ikone Ray Harryhausen beaufsichtigten, nichtsdestotrotz umstrittenen Computer-Kolorierung. Auch bei der deutschen Synchronfassung sollte man beachten: Zwar klingt die Mitte der 1970er-Jahre für die Kinoauswertung erstellte Synchronisation dynamischer, dafür ist die Musikspur quasi zerstört. Das ist besonders tragisch, da wahre Meister ihres Metiers (Max Steiner) am Werk waren. Da Dialog und Musik auf der Tonspur nicht zu trennen waren, hat man unter die Dialoge mitunter Fremd-Cues gelegt, die die gesamte Filmmusikdramaturgie auf den Kopf stellen. In jedem Fall ist also nur der - wenn auch dumpfe - Originalton akzeptabel. Rezeptionsgeschichtlich sind indes alle Fassungen interessant, geben sie doch den mitunter fragwürdigen Umgang mit Filmhistorie wieder. Beide Editionen von Great Movies enthalten als Bonusmaterial u.a. zwei Kurzfeatures über Werk und Bedeutung von Filmkomponist Max Steiner (3 Min./7 Min.). Die "75th Anniversary Edition" (2 DVDs) enthält zudem den Stummfilm-Klassiker "Vergessene Welten" ("The Lost World", USA 1925, Regie: Harry O. Hoyt) in unterschiedlichen Fassungen: eine Deutsch synchronisierte Fassung des Films (74 Min.) und zwei Stummfilmfassungen mit englischen Zwischentiteln und unterschiedlicher Musikbegleitung (die Originalmusik von Robert Israel sowie eine neue Komposition von 2000, eingespielt vom Alloy Orchestra, je 93 Min.). Zudem ist ein Audiokommentar mit Roy Pilot, Co-Autor des Buchs "The Annotated Lost World", zum Film zuschaltbar. Die "75th Anniversary Edition" ist mit dem Silberling 2011 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Anolis & Great Movies (FF, Mono engl./dt.)
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