Drama | USA 1996 | 134 Minuten

Regie: Alan Parker

Die Lebensgeschichte von Eva Duarte, der späteren Frau des argentinischen Präsidenten Perón, die sich als Radiosängerin und Schauspielerin durch zahlreiche Affären bis in die Staatsspitze hocharbeitet. Durch ihr Charisma und ihr Eintreten für die einfachen Menschen steigt sie zur Volksheldin auf. Als durchkomponiertes Musical konzipiert, folgt die Verfilmung fast sklavisch der Bühnenversion, dringt in keiner Phase in die Charaktere der Personen ein und liefert letztlich nur einen perfekt inszenierten gigantischen Video-Clip, in dem die Sängerin Madonna mehr gefragt ist als die Schauspielerin oder gar die politischen Hintergründe. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
EVITA
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
Alan Parker
Buch
Oliver Stone · Alan Parker
Kamera
Darius Khondji
Musik
Andrew Lloyd Webber
Schnitt
Gerry Hambling
Darsteller
Madonna (Evita) · Antonio Banderas (Che) · Jonathan Pryce (Juan Perón) · Jimmy Nail (Augustin Magaldi) · Victoria Sus (Dona Juana)
Länge
134 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Musical
Diskussion
Andrew Lloyd Webber hat sich zum erfolgreichsten Musical-Komponisten aller Zeiten entwickelt. Daß dieser Erfolg vor allem mit der geschickten Vermarktung seiner Werke zu tun hat, zeigt schon die Entstehungsgeschichte seiner Pop-Oper "Evita", die 1976 als Konzeptalbum erschien und deren Song "Don't Cry For Me Argentina" schon bald die Hitparaden stürmte. Erst 1978 entschloß sich Webber zu einer Dramatisierung des Stoffes, die inzwischen zum Repertoire vieler (Musical-)Bühnen gehört. "Evita" ist auch das letzte Musical Webbers, das nicht nur in einer weltweit standardisierten Aufführung zu sehen ist bzw. war. Denn zur Filmpremiere hat Webber alle Aufführungsrechte zurückgezogen, um das Musical nach "Durchlauf" des Films neu zu vermarkten. Daß "Evita" nach "Jesus Christ Superstar" (fd 18 748) erst die zweite Verfilmung eines Webber-Musicals ist, liegt zum einen daran, daß der Komponist seine marktbeherrschende Position in der Theaterlandschaft nicht aufs Spiel setzen möchte, andererseits an der Konzeption seiner weitgehend durchkomponierten, auf einem immer wieder variierten musikalischen Thema basierenden Werk, in dessen sc

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