Aus der Mitte entspringt ein Fluß

Drama | USA 1992 | 124 Minuten

Regie: Robert Redford

Die Geschichte zweier ungleicher Brüder, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Bergen Montanas groß werden und vom Vater, einem presbyterianischen Pfarrer, die Liebe zum Angeln nicht als Freizeitbeschäftigung, sondern als innere Einkehr vermittelt bekommen. Ein behutsam und ohne Effekthascherei inszenierter Film, der in seiner verinnerlichten Erzählweise den Geist der autobiografischen Vorlage genau trifft. Eine wohltuende Abkehr vom Gros der Hollywood-Produktionen. (Kinotipp der Katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
A RIVER RUNS THROUGH IT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1992
Regie
Robert Redford
Buch
Richard Friedenberg
Kamera
Philippe Rousselot
Musik
Mark Isham
Schnitt
Lynzee Klingman · Robert Estrin
Darsteller
Craig Sheffer (Norman) · Brad Pitt (Paul) · Tom Skerritt (Reverend Maclean) · Brenda Blethyn (Mrs. Maclean) · Emily Lloyd (Jessie Burns)
Länge
124 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
VCL (1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
"Alle guten Dinge - Forellen ebenso wie das Ewige Heil - kommen aus Anmut und Würde, Anmut und Würde kommen aus der Kunst, und Kunst kommt nicht von ungefähr." Die Prosa des 1990 verstorbenen Chicagoer Literaturprofessors Norman Maclean läßt sich schwer übersetzen. Sie klingt leichter und fließender in seiner Muttersprache, und die Bilder (kaum wagt man zu sagen, die Allegorien) klingen unprätentiöser, natürlicher, mehr von innen heraus, wenn man sie im englischen Original seines schmalen Romans "A River Runs Through It" liest. Welch eine Herausforderung zu versuchen, Macleans Geschichte seiner eigenen Jugend in Bilder zu übersetzen! Maclean wußte um die "Unmöglichkeit" dieses Unternehmens, denn sein Buch kümmert sich kaum um Handlung, interessiert sich wenig für das, was man gemeinhin unter der Psychologie der Personen versteht; es ist die Schönheit der Sprache, die Vergangenes zu neuem Leben erweckt, die aus der Beschreibung des einfachen Lebens eines presbyterianischen Pfarrers und seiner Familie im ländlichen Montana der 20er Jahre eine Geschichte von moralischem Gewicht und philosophischer Einsicht macht. Die "Bastarde" aus Hollywood hat Maclean denn auch unverblümt wieder nach Hause geschickt, inklusive William Hurt, der sich große Mühe gegeben hat, die Rechte für sich zu erwerben. In Robert Redford mag er vielleicht die verwandte Seele erkannt und geahnt haben, daß er sein Buch nicht an die Konvention der Pioniergeschichte verschenken werde. Maclean hat den ersten Drehbuchentwurf noch gelesen, und er hat ihn gemocht, obwohl Richard Friedenberg vieles hinzuerfinden mußte, damit aus der kontemplativen, alles in Andeutungen belassenden Vorlage ein Film werden ko

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