187 - Eine tödliche Zahl

- | USA 1997 | 123 Minuten

Regie: Kevin Reynolds

Nachdem ein schwarzer Lehrer in New York von einem Schüler niedergestochen wurde, versucht er in Los Angeles einen Neuanfang, begegnet dort aber nicht minder desolaten und gewalttätigen Zuständen. Seine idealistische Haltung hat er aufgegeben und geht zum Gegenangriff über. Eine bittere, letztlich resignative Bestandsaufnahme des US-amerikanischen Schulalltags, getragen von einer an Musikvideos angelehnten Ästhetik und effektiv eingesetzter Musik, deren Klischees der Film unreflektiert übernimmt. Der ambivalenten Darstellung der Lehrer steht eine Dämonisierung der Jugend gegenüber.

Filmdaten

Originaltitel
187
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
Kevin Reynolds
Buch
Scott Yagemann
Kamera
Ericson Core
Musik
Chris Douridas
Schnitt
Stephen Semel
Darsteller
Samuel L. Jackson (Trevor) · Kelly Rowan (Ellen) · John Heard (Childress) · Clifton G. Gonzalez (Cesar) · Karina Arroyave (Rita)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Verleih DVD
Concorde (FF, DD5.1 & DTS dt.)
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Diskussion
In früheren Filmdramen über den Schulalltag befanden sich die Schüler meist in einer Zwangslage zwischen einem rigiden Erziehungssystem einerseits und desinteressierten oder über die Maßen anspruchsvollen Eltern andererseits. Die Lehrer wurden zu Helden, indem sie sich über diesen mehrfachen Druck hinwegsetzten und die Schüler mit all ihrer Rebellion ernstnahmen - diese Linie zieht sich von Glenn Ford bis Robin Williams. Heutzutage werden Lehrer im Hollywood-Film schon in dem Moment zu Helden, da sie sich mit der desolaten Situation des Bildungssystems nicht zufriedengeben und so etwas wie effektiven Unterricht versuchen. Weder lassen sie sich von der Ignoranz und Aggressivität der Schüler noch von ihren Waffen einschüchtern, die viele inzwischen mit sich herumtragen. Diese Lehrer sind Idealisten, und die eige

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