Air Force One

- | USA 1996 | 123 (Originalf. 124; RTL-Fassung 120) Minuten

Regie: Wolfgang Petersen

Harrison Ford als idealisierter Präsident der Vereinigten Staaten, der samt seinem Beraterstab und Dienstflugzeug von Terroristen gekidnappt wird. Obgleich auf der Ebene einer politischen Soap-Opera und voller Comic-Strip-Effekte, gewinnt der Film durch die handwerklich sorgfältige und dramaturgisch kalkulierte Regie überdurchschnittliches Niveau im Genre des Action-Thrillers. Spannende, wenn auch reichlich fantastische Unterhaltung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
AIR FORCE ONE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
Wolfgang Petersen
Buch
Andrew W. Marlowe
Kamera
Michael Ballhaus
Musik
Jerry Goldsmith
Schnitt
Richard Francis-Bruce
Darsteller
Harrison Ford (Präsident James Marshall) · Gary Oldman (Ivan Korshunov) · Glenn Close (Vizepräsidentin Kathryn Bennett) · Wendy Crewson (Grace Marshall) · Liesel Matthews (Alice Marshall)
Länge
123 (Originalf. 124; RTL-Fassung 120) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (fr. 12)
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras der 2. Auflage umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Falls Harrison Ford Lust verspürte, dem Vorbild seines Schauspielerkollegen Ronald Reagan zu folgen und für das höchste Amt im Staat zu kandidieren, so wäre "Air Force One" das beste abendfüllende Commercial, das er sich wünschen könnte. Präsident James Marshall, den er in Wolfgang Petersens neuem Film verkörpert, ist eine eigenwillige Mischung aus Roosevelt, Bush und Clinton, ein durch und durch integrer, entschlossener Politiker und Familienvater, dessen Charakterprofil nur die jeweils positiven Seiten seiner "Amtsvorgänger" beigemischt wurden. Ungleich jedem wirklichen Staatspräsidenten hat er dazu noch das Zeug, in die Haut eines Superman zu schlüpfen, der sich ebenso gut mit den Fäusten wie mit Maschinengewehren zu helfen versteht. Wenn James Marshall ein Versprechen bricht, dann geschieht das nur, um seine 12jährige Tochter vor dem Tod zu bewahren. Und wenn es darum geht, seine Berater vor dem Absturz mit dem schwer ramponierten Präsidentenjet zu retten, dann steht er selbst mannhaft und tapfer zurück, auch wenn ihn das sein Leben kosten könnte. Es wird nie klar, welcher Partei er angehört, aber die amerikanischen Wähler würden ihn umarmen, gleichgültig, ob er Konservativer oder Liberaler ist.

Nachdem Gene Hackman kürzlich in "Absolute Power" (fd 32 545) einen US-Präsidenten als sexbesessenen, gewissenlosen Verbrecher dargestellt hatte, war eine filmische Rehabilitierung des Mannes und des Amtes überfällig, denen die Amerikaner inzwischen auch im wirklichen Leben nur noch mit Distanz und Mißtrauen begegnen. Interessant

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