Ganz oder gar nicht

Komödie | Großbritannien 1997 | 91 Minuten

Regie: Peter Cattaneo

Sechs arbeitslose Stahlarbeiter in der mittelenglischen Stadt Sheffield lassen sich vom Erfolg amerikanischer Striptease-Tänzer animieren, ihre leeren Taschen auch mit dem Ablegen der Kleider zu füllen. Bis aus der bunt zusammengewürfelten Gruppe aber eine Go-Go-Truppe wird, sind nicht nur körperliche Hürden zu überwinden. Eine warmherzige, nuancenreiche Komödie voller Witz, Humor und leisen sozialkritischen Tönen, die mit bewundernswertem Respekt und großer Sympathie ihre Figuren nie für derbe Scherze mißbraucht, sondern ihr komisches Potential aus der aufmerksamen Beobachtung von Widersprüchen schöpft. Amüsant und kurzweilig handelt das Erstlingswerk von der Kraft schlitzohriger Leichtigkeit ebenso wie von heilsamen Änderungen im männlichen Selbstbild. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE FULL MONTY
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1997
Regie
Peter Cattaneo
Buch
Simon Beaufoy
Kamera
John de Borman
Musik
Anne Dudley
Schnitt
Nick Moore · David Freeman
Darsteller
Robert Carlyle (Gaz) · Tom Wilkinson (Gerald) · Mark Addy (Dave) · Lesley Sharp (Jean) · Emily Woof (Mandy)
Länge
91 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DS engl./dt.)
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Diskussion
"Dare to be bare", steht auf die Handzettel gepinselt, die an Ladentüren und Telefonmasten der mittelenglischen Industriestadt Sheffield flattern, "Wir genieren uns nicht, nackt zu sein". Der Hinweis gilt der weiblichen Einwohnerschaft, die zu einer unkonventionellen Strip-Show geladen wird. Eine Handvoll arbeitsloser Stahlarbeiter unter der Führung des drahtigen Gaz will es den "Chippendales" nachtun, die wenige Tage zuvor mit ihren sonnenverwöhnten Körpern die Frauen aus der Reserve lockten. Bis der lokale Tanzschuppen aber vor erwartungsvollen Stimmen wie ein Bienenstock brummt, und hinter der Bühne kalter Angstschweiß auf den Stirnen perlt, durchmißt Peter Cattaneos warmherzige Komödie so weite Räume voller Witz, Humor und leisen sozialkritischen Tönen, daß man diesen wohltuend menschlichen Film nur mit Erstaunen als Debütarbeit eines begabten Duos wahrnimmt. Auf die absurde Idee, mit ihrem Körper Geld zu verdienen, verfallen Gaz und sein dicker Freund Dave, als sie bei einer ihrer zahllosen Streifzüge die riesige Warteschlange erregter Frauen bemerken, die dem Auftritt der kalifornischen "Akt"'-eure entgegenfiebern. Während Dave noch skeptisch seine Rundungen betrachtet, ist schon ein Dritter gefunden: Lomper, rothaarig, schmalbrüstig und eben im Begriff, sich das Leben zu nehmen. Das Argument, daß ein Selbstmörder nichts

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