The Big Lebowski

Komödie | USA 1997 | 117 Minuten

Regie: Joel Coen

Anfang der 90er Jahre gerät ein gutmütiger Späthippie, der neben Joints und Cocktails nur Bowling im Kopf hat, durch eine Verwechslung in eine Entführungsaffäre, die ihn zum unfreiwilligen Spielball unterschiedlicher Interessen werden läßt. Ein ausgesprochen witziger Film voller skurriler Späße, der neben seinem immensen Einfallsreichtum auf das pointiert-zurückgenommene Spiel der Darsteller aufbauen kann. Die gelungene Variante eines modernen Schelmenromans, geprägt von Fabulierlust und überbordender Fantasie. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE BIG LEBOWSKI
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
Joel Coen
Buch
Joel Coen · Ethan Coen
Kamera
Roger Deakins
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Ethan Coen (als Roderick Jaynes) · Joel Coen (als Roderick Jaynes) · Tricia Cooke
Darsteller
Jeff Bridges (The Dude) · John Goodman (Walter Sobchak) · Julianne Moore (Maude Lebowski) · Steve Buscemi (Donny) · David Huddleston (The Big Lebowski)
Länge
117 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Komödie

Diskussion
Brennend heißer Wüstensand weht mitten in Los Angeles. Dann rollt ein Büschel Gestrüpp im Nachtwind über den Boulevard, umspielt von den harmonischen Gesängen der Cowboys. Mit einem Filmzitat beginnt „The Big Lebowski“, das ist nichts Neues im Werk der Coen-Brüder, die in den 80er Jahren zu den Protagonisten eines postmodernen Kinos der Zitate und ironischen Verweise wurden. Nichts Neues, und gerade deshalb doch immer wieder neu: Joel und Ethan Coen mischen die Formen des Unterhaltungskinos auf eine so aufregende Art durcheinander, daß aus den Epigonen die wahren Avantgardisten geworden sind. Niemand kann ihnen derzeit das Wasser reichen. Wie großartig ihre Organisation der filmischen „ready mades“ funktioniert, zeigt sich gerade dann, wenn man einmal ein Zitat nicht erkennt. Dann schweben die Motive frei und verspielt durch ihre neuen Kontexte. Der Film indes, aus dem der zitierte Einfall stammt, heißt „Melody Time“; noch immer stammt die Musik dazu von den „Sons of the Pioneers“, John Fords Lieblingsgesanggruppe. „Melody Time“ ist ein Trickfilm, den Walt Disney in den 40er Jahren drehte, als er nach eine

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