Fear and Loathing in Las Vegas

- | USA 1998 | 116 (DVD DC: 113) Minuten

Regie: Terry Gilliam

Die Verfilmung eines lange als unverfilmbar apostrophierten "Kultromans" aus den 70er Jahren: Ein Starreporter fährt in Begleitung seines Freundes und Anwalts von Los Angeles nach Las Vegas, um über ein spektakuläres Sandpistenrennen zu berichten. Doch ihr Auftrag spielt nur eine nebensächliche Rolle - viel wichtiger sind jene Ereignisse, die sich im Kopf der Protagonisten abspielen, ausgelöst durch eine Lawine verschiedenster "bewußtseinserweiternder Drogen". Der Film bietet außergewöhnlich innovatives Kino, das von der überbordenden Fantasie seines Regisseurs sowie der Spiellust des Hauptdarstellers getragen wird. Bei aller selbstzerstörerischen Energie der Protagonisten ist der Film von der melancholischen Erkenntnis geprägt, daß die Offenheit und Dynamik einer vergangenen Epoche heutzutage nicht mehr möglich sind.

Filmdaten

Originaltitel
FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Terry Gilliam
Buch
Terry Gilliam · Tony Grisoni · Tod Davies · Alex Cox
Kamera
Nicola Pecorini
Musik
Ray Cooper · Jefferson Airplane · Bob Dylan · Janis Joplin · The Yardbirds
Schnitt
Lesley Walker
Darsteller
Johnny Depp (Raoul Duke) · Benicio Del Toro (Dr. Gonzo) · Tobey Maguire (Tramper) · Craig Bierko (Lacerda) · Katherine Helmond (Empfangsdame)
Länge
116 (DVD DC: 113) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Die Standardausgabe hat keine erwähnenswerten Extras. Die Extras von DVD (Neuauflage) und BD umfassen u.a. ein Feature mit vier im Film nicht verwendeten Szenen (12 Min.). DVD (Neuauflage) und BD enthalten nunmehr die vom Regisseur erstellte Langfassung des Films.

Verleih DVD
BMG (2.35:1, DD5.1 engl./dt.), Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum/UFA (16:9, 2.35:1, dts-HD engl./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten, als unverfilmbar apostrophierten „Kultbücher“ ihrer Verfilmung anheimfallen. Bei Hunter S. Thompsons „Fear and Loathing in Las Vegas“ mischte sich in die Skepsis jedoch Erleichterung – mit einem Mann wie Terry Gilliam hinter der Kamera weiß man das Werk in jenen guten Händen, die eigentlich nur das Beste daraus machen können. Es spricht für den Ex-Monty-Python-Pionier, sich nach dem Kassenerfolg von „Twelve Monkeys“ (fd 31 828) einem derart sperrigen Gegenstand zugewandt zu haben – er hätte ohne Zweifel jeden anderen Stoff mit sehr viel Geld und großen Namen realisieren können. Doch Gilliams Vorliebe gilt nach wie vor dem Bizarren. Seine Entscheidung, einen ausschließlich auf literarischen bzw. psychedelischen Phantasmagorien beruhenden Film zu drehen, kann deshalb auch als Akt der Verweigerung gegenüber den großen Studios und ihren Marktstrategien verstanden werden: Gilliam postuliert mit „Fear and Loathing in Las Vegas“ seine künstlerische Integrität – eine seltene Eigenschaft im Filmgeschäft.

Als Shooting Star eines Anfang der 70er Jahre kurzzeitig modischen, extrem subjektiven Journalismus – dem „Gonzo-Journalismus“ – erhält Raoul Duke den Auftrag, von Los Angeles nach Las Vegas zu reisen, um für ein großes Magazin über ein Sandpistenrennen zu berichten. Gemeinsam mit seinem Freund und Anwalt Dr. Gonzo (!) macht er sich

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren