- | USA 1998 | 89 Minuten

Regie: Steven Soderbergh

Ein englischer Ex-Zuchthäusler kommt nach Los Angeles, um den plötzlichen Tod seiner Tochter aufzuklären und zu rächen. Eine von Steven Soderbergh in kunstvoller Verschachtelung erzählte Geschichte, deren Verweise auf den Zeitgeist und die Filme der 60er-Jahre eine reizvolle zusätzliche Dimension einbringen. Stilistisch und darstellerisch hervorragend, freilich von distanziert intellektueller Kühle. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
THE LIMEY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Steven Soderbergh
Buch
Lem Dobbs
Kamera
Edward Lachman
Musik
Cliff Martinez
Schnitt
Sarah Flack
Darsteller
Terence Stamp (Wilson) · Lesley Ann Warren (Elaine) · Luis Guzmán (Ed) · Barry Newman (Avery) · Joe Dallesandro (Onkel John)
Länge
89 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.

Heimkino

Die Extras der Special Edition (DVD) und des Mediabooks umfassen u.a. einen Audiokommentar von Regisser Steven Sonderbergh und Autor Lem Dobbs, einen Audiokommentar mit den Darstellern Terence Stamp, Peter Fonda, Lesley Ann Warren, Barry Newman, Joe Dallesandro mit Unterstützung von Regisseur Steven Soderberg und Autor Lem Dobbs. Das Mediabook enthält zudem eine Tonspur nur mit der Musik des Films sowie ein 20-seitiges Booklet mit analytischen Texten zum Film. Das Mediabook ist mit dem Silberling 2019 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Highlight Video (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
„The Limey“ (herabsetzender Slang-Ausdruck für Engländer) ist ein Film mit vielen Facetten, in erster Linie aber eine Hommage auf Terence Stamp, dessen Bewältigung der stoischen Figur eines englischen Gangsters in Los Angeles der Wiederentdeckung eines fast vergessenen großen Schauspielers gleichkommt. Steven Soderberghs Film spielt in der Gegenwart, ist aber randvoll mit Anspielungen auf die 60er-Jahre. Er verwendet Szenen aus Ken Loachs 1967 entstandenem Film „Poor Cow – Geküßt und geschlagen“ (fd 15 810), in dem der blutjunge Terence Stamp zu sehen ist, und integriert sie als Bestandteil der Handlung. Gleichzeitig lenkt er den Blick zurück auf die Zeit von „Easy Rider“ (fd 16 524), dessen Held Peter Fonda als Gegenspieler exponiert wird. Als ehemaliger Rock’n’Roll-Promotor thront Fondas Terry Valentine in einer architektonisch neureich-bizarren Monstervilla über den Canyons von Beverly Hills. Seinen aufwendigen Lebensstil verdient er mehr mit Rauschgift-Deals als

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