Little Senegal

- | Algerien/Frankreich/Deutschland 2001 | 97 Minuten

Regie: Rachid Bouchareb

Ein alter Senegalese reist nach Amerika, um etwas über seine Vorfahren zu erfahren, die als Sklaven dorthin verschleppt wurden. Nach Recherchen in South Carolina landet er in New York, wo er auf eine entfernte Verwandte trifft, bei der er Arbeit findet. Ungeachtet der Konflikte zwischen Afro-Amerikanern und illegalen Emigranten, versucht der Afrikaner, die verstreuten Teile seiner Familie zusammenzuführen. Als melancholischer Blues erzählt der Film in ruhigen, fast statischen Bildern vom unterschwelligen Rassismus und den unüberwindlichen Gegensätzen der Kulturen. Der poetische Film stellt den "American way of life" in Frage und findet zugleich eine Balance zwischen starken Gefühlen und kritischer Distanz findet. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LITTLE SENEGAL
Produktionsland
Algerien/Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Rachid Bouchareb
Buch
Rachid Bouchareb · Olivier Lorelle
Kamera
Benoît Chamaillard · Youcef Sahraoui
Musik
Safy Boutella
Schnitt
Sandrine Deegen
Darsteller
Sotigui Kouyaté (Alloune) · Sharon Hope (Ida) · Karim Koussein Traore (Hassan) · Adetoto Makinde (Amaralis) · Adja Diarra (Eileen)
Länge
97 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Grabsteine und knorrige Bäume stehen auf einem alten Friedhof unter gedenktem Himmel. Ein High Way teilt das Bild in zwei Hälften. Hinten, in weiter Ferne, ragen Twin Towers in den Himmel. Eine lange, ruhige Einstellung, in der sich nur der Verkehr auf dem High Way bewegt, unterlegt von einem ruhigen melancholischen Blues. Streckenweise wirkt Rachid Boucharebs „Little Senegal“ wie ein trauriger Blues, der im gleichmäßigen Rhythmus, ein wenig depressiv, aber zielstrebig wie sein stoischer Protagonist, sein Ziel verfolgt. Auf dem New Yorker Friedhof sucht der Senegalese Alloune nach den Vorfahren seiner Familie, die einst als Sklaven in die USA verschleppt wurden. Die Ketten, mit denen sie gefesselt wurden und die Alloune immer wieder den Touristen im „Haus der Sklaven“ in Senegal zeigte, hat er an den N

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