Ali G Indahouse

- | Großbritannien/Frankreich 2001 | 87 Minuten

Regie: Mark Mylod

Ein schwarzer Rapper, der in der kleinbürgerlichen Biederkeit eines Londoner Vorortes lebt und eine Gruppe von Pfadfindern betreut, wird nach der Schließung eines Gemeindezentrums zum Spielball vieler Interessen und zur Speerspitze einer gegen den Premierminister gerichteten Intrige. Was als Satire gegen die Auswirkungen der HipHop-Kultur gedacht sein mag, ergeht sich in unverbindlichem Klamauk unterschiedlichster Qualität und wird zum Vehikel für die Kunstfigur einer Fernsehshow, die in Großbritannien Kultstatus genießt. Die deutsche Synchronfassung bewegt sich zudem eher auf unterstem Erkan-und-Stefan-Niveau.

Filmdaten

Originaltitel
ALI G INDAHOUSE
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr
2001
Regie
Mark Mylod
Buch
Sacha Baron Cohen · Dan Mazer
Kamera
Ashley Rowe
Musik
Ali G
Schnitt
Paul Knight
Darsteller
Sacha Baron Cohen (Ali G/Borat) · Kellie Bright (Me Julie) · Michael Gambon (Premierminister) · Charles Dance (David Carlton) · Rhona Mitra (Kate Hedges)
Länge
87 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f

Heimkino

Verleih DVD
Universal
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Diskussion
Zu den faszinierendsten Aspekten der HipHop-Kultur gehört die auf ältere afroamerikanische Traditionen zurückgehende Komplexität einer kodierten Sprache, die, wörtlich genommen, bei Außenstehenden unweigerlich Missverständnisse produziert. In einem Rap- Text muss so manches Wort auf die Goldwaage gelegt werden, weil ihm eben nicht selbstverständlich die buchstäbliche Bedeutung zukommt. Zwar lassen sich auch so der wiederkehrende Sexismus und die Homophobie schwerlich rechtfertigen, doch sie entpuppen sich immerhin als vieldeutiger, als es zunächst den Anschein haben mag. Diese Ambiguität geht indessen verloren, sobald das komplexe Zeichensystem Wort für Wort von weißen europäischen Vorstadtkindern übernommen wird, weshalb das Ergebnis fast zwangslä

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