All or Nothing

- | Großbritannien/Frankreich 2002 | 128 Minuten

Regie: Mike Leigh

Schlaglichter auf das Leben einer Londoner Arbeiterfamilie, die unter der Antriebslosigkeit des Vaters ebenso leidet wie unter der Fettsucht der beiden erwachsenen Kinder. Lediglich ihre Mutter scheint den Überblick zu behalten, doch ist deren unermüdlicher Eifer selbst Ausdruck tiefer Bedürftigkeit. Obwohl der Film seine Protagonisten lange Zeit fast bis zur Karikatur überzeichnet, gelingt es ihm, ihr Leben im gesellschaftlichen Abseits überzeugend darzustellen und am Ende sogar einen Hoffnungsschimmer aufleuchten zu lassen. Die überzeugende Studie einer Klasse, die sich in ihrer Misere eingerichtet hat. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ALL OR NOTHING
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr
2002
Regie
Mike Leigh
Buch
Mike Leigh
Kamera
Dick Pope
Musik
Andrew Dickson
Schnitt
Lesley Walker
Darsteller
Timothy Spall (Phil) · Lesley Manville (Penny) · Alison Garland (Rachel) · James Corden (Rory) · Ruth Sheen (Maureen)
Länge
128 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Diskussion
Eine Trabantensiedlung im Londoner Süden: So schäbig wie die Wohnsilos erscheinen nicht nur auf den ersten Blick auch die Menschen. Taxifahrer Phil, der seiner Arbeit ohne Antrieb nachgeht, macht einen mehr als heruntergekommenen Eindruck, die erwachsenen Kinder Rachel und Rory sind unansehnliche Fettklopse. Lediglich Lebensgefährtin Penny, die Mutter der Beiden, hält auf sich. Als Kassiererin im Supermarkt sorgt sie für ein geregeltes Einkommen, schmeißt den Haushalt, setzt der Familie das Essen vor, das diese lustlos in sich hineinstopft, und sagt allen, wo’s lang geht. Ein aufreibender Job, der naturgemäß mit notorischem Nörgeln verbunden ist, wenn Phil die morgendliche Rush Hour verschläft, in der das meiste Geld zu verdienen ist, oder R

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