Weißer Oleander

- | USA 2002 | 109 Minuten

Regie: Peter Kosminsky

Als eine übervorsorgliche Mutter, die ihre beinahe erwachsene Tochter aus elitärem Standesdünkel heraus von der Umwelt abschottet, wegen der Ermordung ihres Ex-Geliebten ins Gefängnis muss, bricht für die junge Frau eine Zeit der Bewährungen an. Selbst aus dem Gefängnis heraus dominiert die Mutter noch ihr Leben und versteht es, Zwietracht zwischen Pflegefamilien und Freundschaften zu sähen. Eine intelligent entwickelte, brillant gespielte psychologische Studie, die durch zahlreiche Rückblenden die ständige Anwesenheit der Mutter sinnfällig macht. Erst zum Ende drängt sich ein wenig Hollywoodkitsch auf. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
WHITE OLEANDER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
Peter Kosminsky
Buch
Mary Agnes Donoghue
Kamera
Elliot Davis
Musik
Thomas Newman
Schnitt
Chris Risdale
Darsteller
Alison Lohman (Astrid Magnussen) · Michelle Pfeiffer (Ingreid Magnussen) · Robin Wright Penn (Starr Thomas) · Renée Zellweger (Claire Richards) · Svetlana Efremova (Rena Crushenka)
Länge
109 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar der Drehbuchautorin Janet Fitch sowie ein Feature mit nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Dicht an dicht, wie auf einer Plantage, blüht der Weiße Oleander in Ingrid Magnussens Garten am Stadtrand von Los Angeles. Milchig fließt sein giftiger Saft in ein Glas. Die giftige Milch in Ingrids Händen ist ein kraftvolles Symbol für sie selbst, eine Mutter, die ihre Tochter mit Hass statt mit Liebe nährt. Ingrid ist freischaffende Künstlerin mit einem scharfen, klaren Blick, schön und zart, zugleich hart und unerbittlich gegen die Welt und sich selbst. Mit Vorliebe bezeichnet die allein erziehende Mutter sich und ihre Tochter Astrid als „Wikinger“, propagiert die Einsamkeit, die Absonderung von der Gesellschaft als einzige einer Künstlerin würdige Lebensweise. Gewöhnliche Menschen erklärt sie zu neidischen Feinden, die sie ihrer Stärke und Individualität, ihrer Freiheit berauben wollen. Sie hält sich und ihre Tochter für avantgardistische Genies, die in Empfinden und Intellekt dem Durchschnitt weit entwachsen sind. Gesellschaftliche Verpf

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren