Femme Fatale (2002)

Thriller | USA/Frankreich/Deutschland 2002 | 110 Minuten

Regie: Brian de Palma

Eine professionelle Diebin wird auf der Flucht vor ihren Komplizen verletzt und von einem Ehepaar aufgenommen, das sie für seine vermisste Tochter hält. Sie nutzt die Gelegenheit und schlüpft in die dargebotene Rolle, womit sie einen Mechanismus von Intrigen in Gang setzt, der Jahre später alle Beteiligten zu verschlingen droht. Atmosphärisch dichter Thriller, der Fragen nach der Schicksalhaftigkeit des menschlichen Daseins in einen Film-noir-Kontext stellt und Orientierungslosigkeit in den artifiziellen Wirklichkeitskonstruktionen seiner Protagonisten spiegelt. Dabei wird der künstlerische Ehrgeiz der Inszenierung mitunter zum reinen Selbstzweck und verstellt den Blick auf die erkenntnistheoretischen Absichten. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FEMME FATALE
Produktionsland
USA/Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
2002
Regie
Brian de Palma
Buch
Brian de Palma
Kamera
Thierry Arbogast
Musik
Ryûichi Sakamoto
Schnitt
Bill Pankow
Darsteller
Rebecca Romijn-Stamos (Laure/Lily) · Antonio Banderas (Nicolas Bardo) · Peter Coyote (Bruce Hewitt Watts) · Eriq Ebouaney (Black Tie) · Edouard Montoute (Racine)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Es ist ganz dunkel, Low-Key und Schwarz-weiß, mitten in Billy Wilders Klassiker „Double Indemnity“: Barbara Stanwyck als „Frau ohne Gewissen“ (fd 27 364) gesteht, dass sie bis vor einer Minute mit dem Versicherungsvertreter Neff nur gespielt habe. Doch was sich innerhalb der letzten 60 Sekunden verändert haben mag, bleibt vorerst unausgesprochen. Die Kamera entfernt sich und lässt den Wilder-Film im Rahmen eines Fernsehapparates zurück. Davor liegt, vom Zuschauer abgewandt, eine halbnackte Frau. Ein Mann, ein Gangster, platzt ins Zimmer, schaltet das Fernsehgerät aus und erteilt der Frau barsch eine Reihe von Anweisungen für einen Diebes-Coup. Wortlos kleidet sich die Diebin an, ohne dass die Kamera ihr Gesicht offenbart. Nackt, stumm und gesichtslos erscheint die Frau am Anfang von De Palmas jüngstem Werk als eine unbeschriebene Projektionsfläche. Nach und nach erhält sie Kleidung, Stimme und Gesicht und übernimmt ihre Rolle der Femme Fatale: Laure. Auf den Filmfestspielen in Cannes verführt sie eine Schauspielerin und raubt ihren diamantenbesetzten Körperschmuck. Ihre Komplizen lässt sie im Stich und macht sich alleine mit der Beute aus dem Staub. Bald jedoch haben die Verbrecher sie wieder au

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