Der Zementgarten

Drama | Deutschland/Großbritannien/Frankreich 1992 | 105 Minuten

Regie: Andrew Birkin

Nach dem Tod der Eltern leben vier Geschwister auf sich allein gestellt in einem abgelegenen Haus - mit der Leiche der Mutter im Keller. Machtkämpfe und erotische Anziehung zwischen den beiden Ältesten spitzen sich zu. Mit dem Eindringen eines Fremden zerbricht der auf Zärtlichkeit und seelischer Gewalt gründende Zusammenhalt. Eine düstere Geschichte um Pubertät und Geschwisterliebe, Inzest und Tod. Anfangs eher sprunghaft inszeniert, gewinnt der Film in der Folge durch die einfühlsame Darstellung und aussagekräftige Bilder.

Filmdaten

Originaltitel
THE CEMENT GARDEN
Produktionsland
Deutschland/Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr
1992
Regie
Andrew Birkin
Buch
Andrew Birkin
Kamera
Stephen Blackman
Musik
Edward Shearmur
Schnitt
Toby Tremlett
Darsteller
Andrew Robertson (Jack) · Charlotte Gainsbourg (Julie) · Alice Coulthard (Sue) · Ned Birkin (Tom) · Sinéad Cusack (Mutter)
Länge
105 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion
"Ich füge die kleine Geschichte über seinen Tod nur ein, um zu erklären, warum meine Schwestern und ich so eine große Menge Zement zur Verfügung hatten." Die registrierende Distanz, mit der der 13jährige Jack einleitend den Tod des Vaters kommentiert, bestimmt den Ton in lan McEwans Roman "Der Zementgarten". Ähnlich wie "Der Trost von Fremden" (1990 verfilmt von Paul Schrader, fd 28 602) kreist die rabenschwarze Geschichte um die Suche nach sexueller Identität und um die Faszination des Todes. Während Jack onaniert, erliegt der Vater einem Herzschlag -bei dem Versuch, den pedantisch kultivierten Garten mit einer Betondecke ein- für allemal vor der Anarchie der Natur zu bewahren.

Jacks Familie lebt in einem einsamen Haus, dem Überbleibsel einer Siedlung, in der Planierraupen ganze Arbeit geleistet haben. Jenseit

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren