Das Wunder von Bern (2003)

Drama | Deutschland 2003 | 117 Minuten

Regie: Sönke Wortmann

Die deutsche Fußball-Nationalelf droht bei der Weltmeisterschaft 1954 frühzeitig zu scheitern. Ihr Essener Stürmer Helmut Rahn erkämpft sich einen Stammplatz in der Mannschaft. Derweil muss sein daheim gebliebener Taschenträger, ein fußballfanatischer Junge, mit ansehen, wie sein Vater aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrt und den familiären Zusammenhalt bedroht. Dramatisch-komödiantische Nacherzählung der Ereignisse um Deutschlands ersten Titel als Fußball-Weltmeister, angereichert mit einer fiktiven Handlung, die das soziale und politische Umfeld beleuchten soll. Dies gelingt dank einiger ausgezeichneter darstellerischer Leistungen nur in Ansätzen, da allzu viele Ruhrpott-, 1950er-Jahre- und Schweiz-Klischees bemüht werden und die Charaktere weitgehend blass bleiben. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2003
Regie
Sönke Wortmann
Buch
Sönke Wortmann · Rochus Hahn
Kamera
Tom Fährmann
Musik
Marcel Barsotti
Schnitt
Ueli Christen
Darsteller
Louis Klamroth (Matthias Lubanski) · Peter Lohmeyer (Richard Lubanski) · Lucas Gregorowicz (Paul Ackermann) · Katharina Wackernagel (Annette Ackermann) · Johanna Gastdorf (Christa Lubanski)
Länge
117 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Drama | Historienfilm

Heimkino

Die Standardversion hat keine bemerkenswerten Extras. Die umfangreiche Special Edition (2 DVDs) enthält indes u.a. einen Audiokommentar von Sönke Wortmann und Peter Lohmeyer, besticht aber vor allem durch das ebenso mitreißende wie informative "Making of" (45 Min.). Die Special Edition ist mit dem Silberling 2004 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion

Das „Wunder von Bern“ bestand nicht nur darin, dass eine als zweitklassig eingestufte deutsche Nationalmannschaft Fußball-Weltmeister wurde. Neun Jahre nach Kriegsende konnte eine am Boden liegende Nation der Welt auch zum ersten Mal beweisen, dass sie wieder etwas leisten konnte, und zwar etwas vollkommen Friedliches. Beide Aspekte, den sportlichen und den politischen, versucht Sönke Wortmann, einst selbst Profifußballer, in seinem hoch budgetierten Traumprojekt zu vereinen, indem er sie auf verschiedene Handlungsstränge verteilt.

Da ist der kleine Matthias, ein großer Fußballfan, der es zum Taschenträger und Maskottchen des Essener Stürmerstars Helmut Rahn bringt: aufgewachsen in einer vaterlosen Familie, die die Mutter, die Schwester, der Bruder und auch er selbst durch den Verkauf von Zigaretten aus Tabakresten, tapfer durchbringen, während der Vater in sowjetischer Kriegsgefangenschaft ist – als er heimkehrt, wirkt er wie ein zerstörerischer

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