Kill Bill - Volume 1

Thriller | USA 2003 | 110 Minuten

Regie: Quentin Tarantino

Eine "die Braut" genannte Frau überlebt als Einzige einen mörderischen Angriff auf ihre Hochzeitsfeier. Nach vier Jahren aus dem Koma erwacht, beginnt sie einen blutigen Rachefeldzug, um an den Oberschurken heranzukommen. Quentin Tarantinos fulminant inszenierter, auf zwei Teile konzipierter Thriller ist ein überbordender Zitatenschatz voller Referenzen auf die asiatische Kultur- und Kinogeschichte, bei dem die Begriffe "Ehre" und "Rache" im Zentrum stehen. Dabei drängt die zwar stilisiert, aber zugleich drastisch und distanzlos eingesetzte Gewalt zur Oberfläche und wird in vielen Szenen zum fragwürdigen Selbstzweck. (Fortsetzung: "Kill Bill - Volume 2", 2004)

Filmdaten

Originaltitel
KILL BILL: VOLUME 1
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Quentin Tarantino
Buch
Quentin Tarantino
Kamera
Robert Richardson
Musik
RZA
Schnitt
Sally Menke
Darsteller
Uma Thurman (die Braut) · David Carradine (Bill) · Daryl Hannah (Elle Driver) · Michael Madsen (Budd) · Vivica A. Fox (Vernita Green)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; nf
Genre
Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., DTS dt.) Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Buena Vista & Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts engl./dt., PCM engl.)
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Diskussion
Hässliche Dinge können sehr schön sein. Wer dies nicht akzeptiert, dürfte mit Quentin Tarantinos erstem Film nach fast sechsjähriger Schaffenspause nicht viel Freude haben. Tarantino, nach seinem Überraschungserfolg „Pulp Fiction“ (fd 31 041) vielleicht über Gebühr zum Wunderkind der 1990er-Jahre stilisiert, erzählt in „Kill Bill Volume 1“ eine bittere, derbe Rachegeschichte. Das über Jahre vorbereitete, ursprünglich als ein Film angelegte Werk wurde vor allem auf Betreiben von Miramax-Boss Harvey Weinstein zweigeteilt. „Volume 2“ soll im Februar 2004 ins Kino kommen. Weinstein beruft sich bei diesem problematischen Schritt auf die „künstlerische Vision“ seines Regisseurs, dabei von Tarantino sekundiert. Andere vermuten rein ökonomische Motive. Die Überleitung und somit das Ende des ersten Teils bildet nun ein klassischer Cliffhanger, die Story ist also keineswegs fertig erzählt; manche zentralen Charaktere treten gar nicht oder nur für Sekunden auf, und auch diejenigen, die man länger sieht, sind nicht immer gut entwickelt. Nun hat der Verzicht auf tiefere psychologische Motivation bei Tarantino freilich Methode, und das jetzt Vorgelegte ist durchaus ein Film aus eigenem Recht: Obwohl eine Menge Fragen offen bleiben, kann man ihn mit Vergnügen genießen.

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