Fighting Temptations

Musikfilm | USA 2003 | 123 Minuten

Regie: Jonathan Lynn

Ein glückloser, aber sympathischer Hochstapler kehrt in seine verschlafene Heimatstadt zurück, wo die Auszahlung eines Erbes an die Bedingung geknüpft ist, den örtlichen Kirchenchor zum Sieg im anstehenden Gospel-Wettstreit zu führen. Der sich im Zwiespalt zwischen dem Heiligen und dem Profanen bewegende Musikfilm entwickelt die unspektakuläre Geschichte beinahe betulich und präsentiert die mitreißende Musik ohne glamourösen Look. Dabei spiegelt die Show, die der Chor am Ende bietet, ein zutiefst demokratisches Verständnis von kirchlicher Repräsentation: Jeder ist willkommen, am göttlichen Wunder teil zu haben, denn alle Musikstile sind Variationen desselben spirituellen Zugangs zur Welt. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
THE FIGHTING TEMPTATIONS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Jonathan Lynn
Buch
Elizabeth Hunter · Saladin K. Patterson
Kamera
Affonso Beato
Musik
Jimmy Jam · Michael Kamen · Beyoncé Knowles · James "Big Jim" Wright · LL Cool J
Schnitt
Paul Hirsch
Darsteller
Cuba Gooding jr. (Darrin Hill) · Beyoncé Knowles (Lilly) · Mike Epps (Lucuis) · Steve Harvey (Miles Smoke) · Latanya Richardson (Paulina Pritchett)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Musikfilm

Heimkino

Die Extras beinhalten ein Feature mit 7 so im Film nicht verwendeten Szenen (12 Min.) sowie ein Feature mit den ungekürzten, im Film nur teilweise zu sehenden Musiknummern (30 Min.).

Verleih DVD
Paramount (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Für mitteleuropäische Kirchgänger wird es wohl immer ein staunenswertes Rätsel bleiben, wie in der afro-amerikanischen „Baptist Church“ Kanzel und Bühne, religiöse Inbrunst und musikalisches Schaugeschäft ineinander übergehen. Wer hier Zweifel an der göttlichen Botschaft hegt, schwingt wenigstens das Tanzbein, und wenn man einer übereinstimmenden Vielzahl von Filmen glauben darf, dann füllt mitunter nicht das Rezitativ des Predigers den Saal, sondern sein stimmgewaltiges Echo aus dem Chor. Mag sein, dass dabei ein religiöser Funke überspringt und sich im gemeinsamen Gesang entzündet, doch für ein konservatives Gemüt wirkt dieses Zeremoniell spiritueller Lebensfreude wohl niemals richtig fromm.

Im Zwiespalt zwischen dem Heiligen und dem Profanen hat sich auch Jonathan Lynn eingerichtet, wobei der

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