Drama | Frankreich/Spanien 2003 | 106 Minuten

Regie: Anne Fontaine

Um die Kontrolle über ihren fremdgehenden Ehemann zu behalten und an seiner Welt teilzuhaben, beschließt eine Frau, den wechselnden Affären ein konkretes Gesicht zu geben. Sie engagiert insgeheim eine Prostituierte als ständige Geliebte des Mannes und nutzt die Frau als Informantin. Zurückhaltende Beschreibung eines außergewöhnlichen Beziehungsdreiecks, in deren Verlauf die wechselseitige Abhängigkeit der beiden Frauen, die zwischen Komplizenschaft und Rivalität changiert, ins Zentrum rückt. Das in ruhigem Stil inszenierte Ehedrama lotet die Befindlichkeit der bürgerlichen Intimität aus und konfrontiert den Zuschauer mit einer Grauzone der Gefühle. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
NATHALIE
Produktionsland
Frankreich/Spanien
Produktionsjahr
2003
Regie
Anne Fontaine
Buch
Jacques Fieschi · Anne Fontaine · François-Olivier Rousseau
Kamera
Jean-Marc Fabre
Musik
Michael Nyman
Schnitt
Emmanuelle Castro
Darsteller
Fanny Ardant (Catherine) · Emmanuelle Béart (Nathalie/Marlène) · Gérard Depardieu (Bernard) · Wladimir Yordanoff (François) · Judith Magre (Catherines Mutter)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
In der Ehe von Catherine und Bernard sitzt eine Dritte mit am Tisch. Zunächst ist sie ein Schatten, den Bernard von seinen Handelsreisen mit nach Hause bringt, dann verleiht ihr ein Liebesgruß auf seiner Mailbox eine Stimme; eine flüchtige, wie sich herausstellt, denn Bernard hat keine feste Geliebte, sondern gelegentliche Abenteuer, die so bald vorüber sind, wie sie sich ergeben. Die mehr zerknirschte als schuldbewusste Selbstverständlichkeit, mit der er seine Seitensprünge eingesteht, passt zur reservierten Art, mit der sie aufgenommen werden. Offenbar haben beide lange genug nebeneinander her gelebt, um aus ihrer Ehe kein Drama mehr zu machen. Auf sich beruhen lassen kann Catherine die Sache aber auch nicht.

Mit Vorliebe bricht die französische Filmemacherin Anne Fontaine die geordneten Verhältnisse ihrer Protagonisten zu einer Dreiecksbeziehung auf. In „Nettoyage à sec“ (

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