Der Polarexpress

Kinderfilm | USA 2004 | 100 Minuten

Regie: Robert Zemeckis

Ein kleiner Junge folgt der Einladung, mit einem Eisenbahnzug zum Nordpol zu fahren, um dort vom Weihnachtsmann beschenkt zu werden. Die fantasievolle Geschichte beruht auf einem erfolgreichen Kinderbuch, schmückt dessen schmale Erzählung aber mit zahlreichen effekthascherischen Erlebnissen aus, die einer neuartigen Technik, menschliche Figuren zu digitalisieren und in ein Computer generiertes Umfeld einzubetten, wirkungsvolle Einsatzmöglichkeiten liefern sollen. Die angestrebte Wiederentdeckung traditioneller Werte wie Freundschaft, Mut und Glauben kommt zwar in etlichen intimen und poetischen Szenen zum Tragen, wird im Lauf der Handlung aber zunehmend von Veräußerlichungen zugedeckt. (Der Film erscheint auch in einer IMAX-Version in 3D.) - Ab 6.

Filmdaten

Originaltitel
THE POLAR EXPRESS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Robert Zemeckis
Buch
Robert Zemeckis · William Broyles jr.
Kamera
Don Burgess · Robert Presley
Musik
Glen Ballard · Alan Silvestri
Schnitt
R. Orlando Duenas · Jeremiah O'Driscoll
Darsteller
Tom Hanks (kleiner Held/Vater/Schaffner u.a.) · Michael Jeter (Smokey/Steamer) · Peter Scolari (einsamer Junge) · Nona Gaye (Mädchen) · Eddie Deezen (Besserwisser)
Länge
100 Minuten
Kinostart
25.11.2004
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 6.
Genre
Kinderfilm

Heimkino

Verleih DVD
Warner (1:2,40/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Chris Van Allsburgs Bilderbuch, das die Vorlage zu diesem neuesten Weihnachtsfilm liefert, ist in der Originalausgabe nur 29 Seiten stark. Es sind wohl mehr die fantasievollen Illustrationen als die erzählte Story, die das Buch zu einem Bestseller und zur Lieblingslektüre amerikanischer Kinder gemacht haben. Die Filmautoren mussten eine Menge Ereignisse hinzuerfinden, um genug Futter für einen abendfüllenden Film zu besitzen. Dies haben sie nach altem Disney-Vorbild getan, obwohl „The Polar Express“ gar kein Disney-Film ist. Die intime und zu Herzen gehende Geschichte von einem kleinen Jungen, der auf einer Traumreise dem leibhaftigen Santa Claus begegnet und seinen fast schon verlorenen Glauben an das Wunder der Weihnacht zurückgewinnt, wird aufgemotzt zu einer dramatischen Achterbahnfahrt mit spektakulären Abenteuern und temperamentvollen Musical-Einlagen. Gleichzeitig mit der regulären Kinopremiere wurde der Film in etlichen IMAX-Theatern im 3D-Format gestartet; vieles im Verlauf der zu lang und zu zufällig geratenen Handlung ist offenbar auch nur mit Blick auf die Attraktion des dreidimensionalen Effekts konzipiert worden. Das ist bedauernswert, denn der trotz solcher Veräußerlichung nicht ganz verschüttete Kern der Story ist eine schöne, in den besten Szenen sogar poetische Wiederentdeckung der Besinn

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