Ein Zuhause am Ende der Welt

Drama | USA 2004 | 96 Minuten

Regie: Michael Mayer

Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens eines jungen Mannes aus Ohio während der Post-Hippie-Ära der 1970er-Jahre und seine Beziehung zu seinem besten Freund und Geliebten. Später begegnen sie sich in New York wieder und leben zusammen mit einer jungen Frau in einer komplizierten Dreiecksbeziehung, bis einer von ihnen an AIDS erkrankt. Die anschauliche Coming-of-Age-Geschichte zweier Männer reflektiert stilistisch treffend die Stimmung der 1970er-Jahre, wobei soziale und politische Hintergründe gegenüber dem Gefühlsleben der Protagonisten allerdings ausgeblendet bleiben. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
A HOME AT THE END OF THE WORLD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Michael Mayer
Buch
Michael Cunningham
Kamera
Enrique Chediak
Musik
Duncan Sheik
Schnitt
Andrew Marcus · Lee Percy
Darsteller
Colin Farrell (Bobby Morrow, 1982) · Dallas Roberts (Jonathan Glover, 1982) · Robin Wright Penn (Clare) · Sissy Spacek (Alice Glover) · Matt Frewer (Ned Glover)
Länge
96 Minuten
Kinostart
09.12.2004
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Eurovideo (16:9, 2.35:1, DD2.0 engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Aus solchen Zutaten wurden früher einmal „Indie“-Kultfilme gestrickt. Michael Cunningham („The Hours“), Autor der Romanvorlage und Drehbuchautor, unterfüttert seine generationsübergreifende Coming-of-Age-Geschichte mit einem Schuss Sentimentalität und ordentlich Zeitkolorit. Bobby Morrow wächst in jenen Jahren auf, als die Hippie-Kultur auch in Ohio die bürgerlichen Mittelschichten erreichte: Auf Partys werden leichte Drogen konsumiert; man tanzt zur Musik von Jefferson Airplane. Bobbys Idol ist sein älterer Bruder Carlton, der als Teenager noch ganz auf drogeninduzierte Bewusstseinserweiterung setzt und seinen kleinen Bruder auch schon mal mit am LSD knabbern lässt. Fast idyllisch scheint diese Jugend, doch dann kommt Carlton unvermittelt bei einem fast schon absurden Unfall ums Leben, für den Bobby (mit-)verantwortlich ist. Somit endet Bobbys Kindheit mit einem Moll-Akkord, was dem Film bis zum Schluss eine Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit verleiht, die nostalgischen Geschichten übers Erwachsenwerden oft abgeht. Der Film macht dann einen Sprung in Bobbys Highschoolzeit, wo er sich mit einem anderen

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