Biopic | USA/Großbritannien/Deutschland 2004 | 173 (Langfassung DVD: 205 = BD 214) Minuten

Regie: Oliver Stone

Filmbiografie des mazedonischen Fürsten Alexander des Großen, der im 4. Jahrhundert v. Chr. weite Teile des Mittelmeerraums und Asiens eroberte. Viele von Alexanders Taten scheinen sich in Oliver Stones Film aus dem komplizierten Verhältnis zu den Eltern zu erklären, wobei das Private untrennbar mit dem Politischen verbunden ist, wenn es darum geht, die Ambitionen und schließlich das Scheitern im Erfolg des ambivalenten Protagonisten zu zeigen, der teils als Weichling, teils als Machtmensch, teil als progressiver Visionär erscheint. Der Film hat eindrucksvolle Momente, leidet aber an Inkonsequenzen sowohl in der Charakterisierung der Figuren als auch der Inszenierung. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ALEXANDER
Produktionsland
USA/Großbritannien/Deutschland
Produktionsjahr
2004
Regie
Oliver Stone
Buch
Oliver Stone · Christopher Kyle · Laeta Kalogridis
Kamera
Rodrigo Prieto
Musik
Vangelis
Schnitt
Yann Hervé · Alex Marquez · Thomas J. Nordberg
Darsteller
Colin Farrell (Alexander) · Anthony Hopkins (alter Ptolemäus) · Angelina Jolie (Olympias) · Jared Leto (Hephaiston) · Rosario Dawson (Roxane)
Länge
173 (Langfassung DVD: 205 = BD 214) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Historienfilm

Heimkino

Während die Standardausgabe keine Extras enthält besticht die Premium Edition (2 DVDs) durch einen auch historisch informativen Audiokommentar des Regisseurs und des Historikers Robin Lane Fox sowie einer erhellenden Dokumentation zum Film ("Kampf gegen die Zeit: Oliver Stone's Alexander"; 77 Min.). Die Special Edition ist mit dem Silberling 2005 ausgezeichnet. Die DVD der sog. "Alexander - Revisited: The Final Cut"-Edition, mit der vom Regisseur um 30 Minuten verlängerten Fassung, enthält keine bemerkenswerten Extras. Ganz im Gegensatz zur zeitgleich erschienen BD, die zumindest die Audiokommentare der Premium Edition übernommen hat.

Verleih DVD
Standard: Paramount (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.); Special Edition: Paramount (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts engl.), Langfassung: Highlight (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Constantin/Highlight (16:9, 2.35:1, dts-HD engl./dt.)
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Diskussion
Am Anfang das Ende. Mit dem Tod des berühmten mazedonischen Feldherrn lässt Oliver Stone sein Filmepos beginnen, wobei sich die Bilder deutlich am Auftakt von Orson Welles’ „Citizen Kane“ (fd 10 261) orientieren: Der erschlaffenden Hand des Sterbenden entgleitet der Siegelring, die Umgebung mischt sich mit Fantasiebildern, Erinnerungen setzen ein. Unübersehbar hat Stone hier Großes vor. Wie Alexander sein Leben an das des sagenhaften Achilles anlehnte, orientiert sich Stone an legendären Filmen und Regie-Meistern. Vielleicht hätte er dieser Intuition konsequent folgen und seinen Film ausschließlich aus der subjektiven Perspektive der Hauptfigur in Flashbacks à la Welles erzählen sollen. Doch Stone entschied sich für eine zweite Ebene, und so erlebt der Zuschauer alsbald Anthony Hopkins als Alexanders greisen Ex-Kampfkameraden Ptolemäus – „40 Jahre später, unsere Welt von damals ist nun verschwunden“ – mit der Weisheit des über den Dingen schwebenden Historikers von alten Zeiten schwafeln, und die notgedrungen trotz knapp drei Stunden Länge arg gestraffte sprunghafte Handlung zu Erzählfäden verknüpfen. Das mag für historisch Uninformierte Namen und Fakten wieder einigermaßen ins Lot bringen; den Film hingegen wirft es aus seinem Gleichgewicht und belastet ihn mit einem grundsätzlichen Widerspruch: die Erzählperspektive schwankt ständig zwischen einer halbwegs faktenorientieren, authentischen Darstellung der damaligen Welt bzw. den Ereignisse der Herrschaftszeit Alexanders, und de

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