Komödie | USA 2004 | 127 Minuten

Regie: Alexander Payne

Zwei Freunde, beide berufliche Versager, verbringen eine Woche in Kaliforniens Weinbaugebieten, sprechen kennerhaft dem Pinot Noir zu, lernen zwei alleinstehende Frauen kennen und entpuppen sich als höchst gegensätzliche Charaktere. Hinter der Komik der Ereignisse tritt eine liebevolle, präzise Beschreibung menschlicher Eigenarten und Schwächen zutage, wie sie in Hollywood-Filmen selten anzutreffen sind. Ein unterhaltsamer Film von unwiderstehlichem Charme und sanfter Lebensweisheit. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SIDEWAYS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Alexander Payne
Buch
Alexander Payne · Jim Taylor
Kamera
Phedon Papamichael
Musik
Rolfe Kent
Schnitt
Kevin Tent
Darsteller
Paul Giamatti (Miles Raymond) · Thomas Haden Church (Jack) · Virginia Madsen (Maya) · Sandra Oh (Stephanie) · Marylouise Burke (Miles' Mutter)
Länge
127 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar der Darsteller Paul Giamatti und Thomas Haden Church sowie ein Feature mit sieben im Film nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Gibt es Filme über Wein? Claude Chabrol hat ihn in seinen Filmen generös serviert, aber sein Augenmerk galt mehr den Mahlzeiten. Stanley Tucci und Campbell Scott verachteten ihn nicht, doch der Kult, den sie in „Big Night“ (fd 32 503) zelebrierten, galt dem Essen. Auf der Suche nach Filmen, die ihren Glanz dem Wein zu verdanken haben, kommen am ehesten Alfonso Arraus „Dem Himmel so nah“ (fd 31 575) und Eric Rohmers „Herbstgeschichte“ (fd 33 348) ins Gedächtnis. Filmemacher haben sich offenbar nicht sehr danach gedrängt, die spezifischen Genüsse des Weins als Aphrodisiakum des süßen oder bitteren Lebens zu entdecken. Wer im Kino Wein sagt, meint zumeist Alkohol und ist damit gleich bei einem anderen Thema. Erst Alexander Payne, unlängst Regisseur eines so amüsanten und herzergreifenden Films wie „Jack Nicholson ist Schmidt“ (fd 35 843), lässt seinen unaufregenden Helden in „Sideways“ die Nase tief ins Glas stecken und eine Lobrede auf die Vorzüge des Pinot Noir anstimmen: „Ein bisschen Zitrus. Vielleicht etwas Erdbeer... Passionsfrucht... und ein winziger Beigeschmack von Spargel. Ein Anflug von nussigem Edamer Käse...“. Wein und seine in die komischsten Analogien getriebenen Kenner-Elogen haben viel mit der menschlichen Seele und ihren oft ebenfalls lächerlichen Verwirrungen zu tun. „Wenn jemand Merlot bestellt, dann gehe ich. Ich trinke keinen Merlot!“ Was Wein angeht, ist sich Miles seiner Sache ganz sicher. Mit dem Rest des Lebens wird er leider weniger gut fertig. Nun ist er schon um die Vierzig, hat einen dicken Roman geschrieben, den kein Verleger haben will, und auch seine Ehe ist seit zwei Jahren vorbei. Miles klammert sich an kleine Hoffnungsschimmer, die nie ir

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