- | USA 2004 | 105 Minuten

Regie: Charles Shyer

Ein bindungsunwilliger Playboy unterhält diverse Affären zu schönen Frauen, gerät aber zunehmend mit seinen Geliebten wie auch mit seinen Gefühlen in Konflikt und sieht sich schließlich mit Einsamkeit konfrontiert. Das Remake eines Michael-Caine-Films ("Der Verführer läßt schön grüßen", 1965) zielt im Unterschied zum Original weniger auf eine Kritik männlicher Rücksichtslosigkeit gegenüber dem mittlerweile gar nicht mehr so schwachen Geschlecht, sondern stellt die Scheinhaftigkeit eines mode- und spaßversessenen urbanen Lebensstils und die Furcht vor echten Gefühlen in den Mittelpunkt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ALFIE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Charles Shyer
Buch
Elaine Pope · Charles Shyer
Kamera
Ashley Rowe
Musik
Mick Jagger · John Powell
Schnitt
Padraic McKinley
Darsteller
Jude Law (Alfie) · Jane Krakowski (Dorie) · Marisa Tomei (Julie) · Omar Epps (Marlon) · Susan Sarandon (Liz)
Länge
105 Minuten
Kinostart
03.03.2005
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Die Extras der umfangreichen Edition enthalten u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs und des Cutter Padric McKinley, einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs und der Autorin/Produzentin Elane Pope, ein kommentiertes Feature mit acht im Film nicht verwendeten Szenen (11 Min.) sowie eine Storyboard-Galerie.

Verleih DVD
Paramount (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Lewis Gilberts „Alfie“ („Der Verführer läßt schön grüßen“, fd 14 207) aus dem Jahr 1965 ist eine boshafte, mehr tragische als komische Satire um einen notorischen Frauenhelden, entstanden in einer Zeit, als ein stilvoller Machismo noch auf der (Kino-)Tagesordnung stand: in Form von Helden à la James Bond, mit einem Martini in der einen, dem Lenkrad eines schnittigen Sportwagens in der anderen Hand und zwei gutgebauten Mädchen im Bikini auf dem Beifahrersitz, die von Abenteuer zu Abenteuer ausgewechselt wurden. Eine Traumexistenz, selbst wenn man sich den Sportwagen nicht leisten kann. Hauptsache, der Alkohol und die Mädchen bleiben. Zur Not auch nur die Mädchen. So jedenfalls denkt Alfie. Nur leider sind die „Alfies“ dieser Welt keine omnipotenten Superhelden, und die Mädchen keine austauschbaren Bikini-Girls; sie haben vielmehr spezifische Schicksale, eigene Ansprüche und einen ausgeprägten Willen. Michael Caine spielte damals den „ladies man“ als zynisches Ekel, als herzlosen Herzensbrecher, der die Frauen zwar reihenweise verführt, eigentlich aber verachtet, bis er am Schluss die Quittung dafür präsentiert bekommt. Warum nun das Remake? Da der in Sonny Rollins’ Swing-Rythmus von Caine zelebrierte und gleichzeitig bloßgestellte Machismo des Originals heutzutage zumindest nicht mehr offen ausgelebt wird, würde diese kritische Stoßr

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