Das Novembermanifest

- | Spanien 2003 | 104 Minuten

Regie: Achero Mañas

Die Mitglieder einer spanischen Theatertruppe erinnern sich in naher Zukunft an die heutige Gegenwart, die Anfänge ihres Straßen-Ensembles, an Zuschauerprovokationen, Regelbrüche und das Aufbegehren gegen die Staatsgewalt. Der zwischen Drama und Mockumentary changierende Film wechselt zwischen unmittelbarer Darstellung und rückblickender Kommentierung und beleuchtet Konflikte zwischen Avantgarde und Establishment. Die Untiefen der AntiKunst werden jedoch nur wenig ausgelotet und durch psychologische und gruppendynamische Prozesse überdeckt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
NOVIEMBRE
Produktionsland
Spanien
Produktionsjahr
2003
Regie
Achero Mañas
Buch
Achero Mañas · Federico Mañas
Kamera
Juan Carlos Gómez
Musik
Eduardo Abide
Schnitt
Nacho Ruiz Capillas
Darsteller
Óscar Jaenada (Alfredo) · Ingrid Rubio (Lucía) · Paloma Lorena (Lucía) · Juan Díaz (Daniel) · Juan Margallo (Daniel)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Der Film ist zu Ende, die Credits rollen, aber keine Schlussmusik erklingt. Das harmonische Auffangbecken für aufgewühlte Affekte und freigesetzte Emotionen bleibt leer; keine Klangbrücke erleichtert dem Publikum den Weg zurück in die Realität. Stattdessen lange Ruhe, die mit einem Paukenschlag unterbrochen wird von schnellen, grellen Tönen, dann setzt ebenso jäh wieder Stille ein: mit einer letzten Irritation entlässt der spanische Regisseur und Autor Achero Mañas den Zuschauer aus dem Film. Ein passender „Epilog“, denn bis zum Schluss dreht sich in „Novembermanifest“ vieles darum, in die Irre zu führen, Konventionen zu durchbrechen und Reaktionen auszulösen. Stilistisch schlägt sich das jedoch nur in abgemilderter, gelassen goutierbarer Weise nieder. Der Film changiert zwischen Drama und Mockumentary: Das konventionell erzählte Geschehen um den charismatischen Alfredo und das von ihm gegründete Straßentheater „November“ wird von quasi-dokumentarischen Einschüben begleitet. In Interviews erinnern sich die Mitglieder der Theatergruppe an die Ereignisse, die teilweise drei oder vier Jahrzehnte zurücklieg

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren